Giftige Pflanzen im Garten, die für Kinder gefährlich sind

Auch wenn manche Pflanzen und Sträucher noch so schön aussehen und herrlich blühen sollten Eltern, wenn sie ihren Garten bepflanzen oder den Balkon mit Zierblumen verschönern, auf giftige Gewächse verzichten. Denn spielen öfter kleine Kinder dort und kommen mit Giftpflanzen in Berührung oder nehmen sogar Teile von giftigen Pflanzen in den Mund, so können sie ganz schnell in Gefahr geraten, denn schon geringe Mengen können bei Kleinkindern zu einer Vergiftung führen. Um sicher zu gehen, sollten Eltern zu eher unbedenklichen Garten- und Balkonpflanzen greifen.

 

Den Garten kinderfreundlich bzw. kindersicher gestalten

Ob im Garten, auf der Terrasse, dem Balkon oder auch im Haus – giftige Pflanzen gehören nicht in die Nähe von Kindern!
Da kleine Kinder von Natur aus neugierig sind, alles anfassen und in den Mund nehmen, um es genauestens zu erforschen, passiert es leicht, dass ein Kind blitzschnell eine giftige Beere oder auch andere Pflanzenteile in den Mund nimmt, was schlimme Folgen haben kann. Daher sollten Eltern vorausblickend denken und keine Bäume, Sträucher und Blumen in den Garten pflanzen, die für Kinder gefährlich sein könnten. Auch auf dem Balkon, der Terrasse oder in der Wohnung haben giftige Pflanzen nichts zu suchen, zumindest solange die Kinder noch klein sind.

Kinder nicht unbeaufsichtigt lassen

Selbst wenn sich keine giftigen Gewächse im Garten befinden, sollten Eltern ihre Kinder nicht alleine bzw. unbeaufsichtigt im Garten lassen. Zudem sollten Eltern ihrem Kind so früh wie möglich lernen, dass es Pflanzenteile und auch Beeren nicht einfach essen darf.

Ganz verzichten sollten Eltern kleiner Kinder auf zum Teil hochgiftige Pflanzen wie:

  • Blauer und gelber Eisenhut
  • Bilsenkraut
  • Engelstrompete
  • Gemeine Eibe
  • Goldregen
  • Herbstzeitlose
  • Oleander / Rosenlorbeer
  • Rizinus / Wunderbaum
  • Stechapfel
  • Tollkirsche

Nicht geeignet für den Garten oder Balkon wo Kinder sich aufhalten sind ebenfalls giftige Bäume und Sträucher wie z. B.

  • Eberesche (Vogelbeerbaum)
  • Mahonie
  • Zwergmispel
  • Feuerdorn
  • Seidelbast
  • Rote und schwarze Heckenkirsche
  • Schneebeere (Knallerbse)
  • Lorbeerkirsche
  • Stechpalme
  • Pfaffenhütchen
  • Gemeiner und wolliger Schneeball
  • Rosskastanie
  • Lebensbaum
  • Sadebaum (Sevenstrauch)
  • Wunderbaum
  • Gemeiner Efeu
  • Robinie (Falsche Akazie)
  • Faulbaum
  • Besenginster

Giftig sind beispielsweise auch diese Pflanzen:

  • Maiglöckchen
  • Garten- und Feuerbohne
  • Bittersüßer Nachtschatten
  • Schwarzer Nachtschatten
  • Kartoffel
  • Gefleckter Aronstab
  • Wasserschierling
  • Gefleckter Schierling
  • Rotbeerige und Schwarzbeerige Zaunrübe
  • Gelbe und Blaue Lupine
  • Christrose
  • Riesen- und Wiesenbärenklau
  • Zypressen- und Gartenwolfsmilch
  • ScharferHahnenfuß (Butterblume)
  • Dieffenbachie
  • Korallenbäumchen
  • Weihnachtsstern
  • Alpenveilchen

Gut geeignet für einen kinderfreundlichen Garten sind z. B. Blumen wie:

  • Kornblume
  • Tränendes Herz
  • Cosmea
  • Kapuzinerkresse

Empfehlenswerte Gehölze sind:

  • Ahorn-, Linden- und Pappelarten
  • Felsenbirne
  • Schlehe

Achten Eltern kleiner Kinder explizit darauf, dass sich keine giftigen Pflanzen im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon befinden, können sie das Risiko einer Vergiftung bei ihren Kindern vorbeugen. Neben giftigen Pflanzen gibt es natürlich noch weitere Gefahrenquellen im Haushalt und Garten, vor denen Eltern ihre Kinder schützen sollten.

Link zum Artikel:

www.vorname.com/

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So gibst du ihm einen Korb, ohne unhöflich zu sein

Da ist dieser Typ im Lokal oder auf der Straße, der wahrscheinlich all seinen Mut zusammengefasst hat und stammelt: „Hallo, wie heißt denn du?“ Er ist zwar so gar nicht dein Typ, du möchtest ihn aber auch nicht vo den Kopf stoßen. Jetzt kannst du aus Höflichkeit ein paar Minuten mit ihm reden. Aber irgendwann ist’s dann auch genug. Wie wird man den Kerl wieder los, ohne dabei unfreundlich zu sein? Wir hätten da ein paar Tipps.

Variante 1

Du wechselst ein paar Worte mit ihm, schiebst die „Schuld“ dann auf deine Freundin und sagst so etwas wie: „Sorry, aber die Tina steht da hinten ganz allein. Ich werd‘ mal mit ihr tanzen gehen!“ So hat er weniger das Gefühl, die Abfuhr hätte etwas mit ihm zu tun.

Variante 2

Wenn du in einer Beziehung bist, sagst du es eben. Und zwar auf eine ganz höfliche Art und Weise: „Du bist total cool, aber fairerweise muss ich dir sagen, dass ich vergeben bin.“ In 90 Prozent der Fälle wird er die Flirt-Angel wieder einholen.

Variante 3

Jetzt bleibt dir natürlich noch, den Typen (wenn er nett ist) mit deiner Freundin zu verkuppeln. „Ich geh mir mal schnell ein Getränk holen, aber kennst du schon Tina?“ Einziger Haken: Deine Freundin könnte ziemlich genervt sein!

Variante 4

Für alle, die kein Problem mit eine kleinen Notlüge haben, kommt noch diese Möglichkeit infrage: „Du sorry, ich steh auf Frauen!“ Das kränkt die meisten Männer am allerwenigsten – schließlich hätte den Korb JEDER Mann bekommen. Auch diese Schlüsselsätze lösen bei Männern einen ausgeprägten Fluchtreflex aus. Sucht euch euren Favoriten aus:

„Ich geh mir mal eben Wolfgang Petry beim DJ wünschen.“

„Huch, meine Dritten kneifen wieder so beim Essen.“

„Mein Freund müsste auch gleich hier sein …“

„Montags hab ich immer Ringer-Training.“

„Sex vor der Ehe – das käme für mich NIE infrage!!

„Hach, das Lied findet mein Jüngster auch so toll. Die anderen sieben hassen es.“

„Hast du schon meine Mutter kennengelernt? Sie steht da drüben …“

 

Homepage:

www.brigitte.de

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Der grüne Matcha Burger ist ein Low Carb-Wunder

Wer Burger liebt, aber die vielen Kalorien fürchtet, kann aufatmen. Aus Australien kommt der Matcha Burger zu uns, mit dem ihr euer grünes Wunder erleben werdet.

Nach Matcha Tee und Matcha Latte kommt ein neuer grüner Trend direkt auf uns zu: der Matcha Burger. Der sieht mit seinen knallgrünen Burger-Brötchen nicht nur richtig spektakulär aus, sondern kommt auch noch mit richtig wenigen Kalorien aus. Das Geniale: Matcha Pulver löst einen regelrechten Stoffwechsel-Boost aus, mit dem ihr praktisch schon während des Essens Kalorien verbrennt. Für euch bedeutet das vor allem eins: Schlemmen ohne Reue.

Doch der Grüne Tee ist nicht nur ein Hingucker auf eurem Teller: Auch geschmacklich muss sich der Matcha im Burger nicht verstecken. Während normale Burger auf Fette und Kohlenhydrate als Geschmacksträger zählen, setzt das grüne Pulver eigene tolle geschmackliche Akzente. Der Tee bringt eine erfrischende, exotische Note in euer Burger-Erlebnis. Und das ganz natürlich.

Habt ihr Lust bekommen, den Matcha Burger selber einmal auszuprobieren? Dann gibt es hier das Rezept:

Zutaten für 6 Matcha Burger Bun-Hälften:

  • ca. 5 g Matcha Pulver
  • 3 Eiweiß
  • 100 g Magerquark
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung von Matcha Burgern:

Eiweiß steif schlagen und dann Matcha-Pulver, Salz und Pfeffer unterrühren, sodass ein Teig entsteht. Sechs großzügige Kleckse dieses Teigs auf einem Backblech mit Backpapier setzen und dann für 25 Minuten bei 150 ° C (Ober- und Unterhitze) backen. Schon sind die Matcha Burger-Buns fertig.

Der perfekte Low Carb-Matcha Burger

Wie low carb euer Matcha Burger dann wirklich ist, hängt natürlich von den Dingen ab, mit denen ihr ihn belegt. Rinderhackfleisch kommt nicht infrage. Hähnchenfleisch ist eine gute Alternative. Oder ihr probiert es vegetarisch oder gar vegan. Dazu passen unser Rezept für vegetarische Burger oder unser beliebter Veggie-Burger. Auch dieses Rezept für Veggie-Burger mit Tofu-Schnitzel kommt als Inspiration infrage.

Von kalorienhaltigen Burger-Soßen solltet ihr natürlich ebenfalls die Finger lassen, wenn ihr einen gesunden Matcha Burger zubereiten wollt, der euch beim Abnehmen unterstützt. Ketchup und Mayonnaise sollten in der Low Carb-Variante durch Senf, körnigen Frischkäse oder etwas Mager-Quark ersetzt werden. Beim Gemüse sind euch hingegen keinerlei Grenzen gesetzt. Probiert einfach aus, was euch schmeckt. Pilze und Gurken sind kalorienarme Zutaten, die auf einem Burger eigentlich immer gehen.

Gelesen auf:

www.brigitte.de/rezepte

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Finger weg von meinen Münzen!

Neuerdings ist Engagement angesagt: „Mama, ich kann Dir helfen“, bot mir meine Tochter an, als ich die letzte Milchtüte im Einkaufsbeutel verstaut hatte. „Ich bringe den Wagen zurück!“ Begeistert stimmte ich zu. „Klar, gerne, das ist aber nett!“ flötete ich laut. Sollten ruhig alle im Supermarkt mitbekommen, welch aufmerksame Tochter ich doch habe. Sie konnte gerade so über den Griff sehen, bugsierte den Wagen trotzdem unfallfrei zurück zum Sammelplatz.

Nach einer Weile kam sie wieder, wir machten uns auf den Heimweg. Nach gut hundert Metern fiel mir auf, dass etwas fehlte: die Euro-Münze, die im Einkaufswagen steckte. „Mist!“, rief ich. „Wir müssen zurück. Wir haben den Euro vergessen!“ Meine Tochter zeigte mir ihr Mickey-Maus-Gesicht und trippelte von einem Fuß auf den anderen. Da dämmerte es mir: „Hast Du ihn vielleicht?“ Sie nickte und sprang fröhlich summend weiter. „Der gehört jetzt mir!“ Ich zeigte mein Dagobert-Duck-Gesicht und schüttelte betont langsam den Kopf. „Aber Mama!“, protestierte sie. Doch Dagobert blieb Dagobert.

„Na gut“, sagte sie nach einer Weile, „ich könnte ihn doch der Frau mit den Zeitungen geben.“ Sie sprach von der obdachlosen Straßenzeitungsverkäuferin, die vor dem Supermarkt stand. Ich hatte einen anderen Vorschlag: „Gib mir doch den Euro und der Verkäuferin dein Taschengeld. Du hast doch dein Portemonnaie dabei. Wie wäre das?“ Ich hatte den Satz noch nicht zu Ende gesprochen, da schrie sie los: „NEIN! Dann habe ich ja kein Geld mehr!“

Seit Anfang des Jahres bekommt meine Tochter Taschengeld. Sie ist fünf Jahre alt und fällt damit bereits in die Altersgruppe, die an das Finanzwesen herangeführt werden kann. Nach Empfehlung des Jugendamtes sollten Vier- und Fünfjährige einmal die Woche 50 Cent erhalten.

Immer samstags bekommt sie nun also eine Münze. Noch lieber nimmt sie drei oder sogar fünf kleinere Münzen, denn das sieht nach mehr aus, logisch.

Sie verstaut das Geld sofort in ihrem neuen Stolz: einem Portemonnaie, auf dem das dicke Schaf aus der Serie „Shaun das Schaf“ thront.

Das ist nicht nur Schmuckelement, sondern Programm. In ihren Geldbeutel passt dreimal soviel Geld wie in meinen. Ein paar ausgemusterte EC-Karten von meinem Mann und mir hat sie auch einsortiert, aber die ignoriert sie meistens. Bezahlt wird bar. Verdient auch. Wo immer sie kann, versucht sie Münzen zu zocken oder sich auf ehrliche Art zu verdienen. Meistens findet sie auf den abgelegensten Wegen noch ein oder zwei Cent. Ausgegeben wird eher wenig. Schließlich spart sie auf eine neue Puppe. Und wenn sie die gekauft habe, wolle sie ja noch Geld in ihrem Schaf haben, also brauche sie mehr und immer mehr. Sagt sie.

Es war faszinierend: Seit sie sich mit echten Münzen beschäftigte, gab es weniger Stress an den Quengelzonen dieser Erde. Ich musste nur darauf verweisen, dass sie ihr Portemonnaie ja dabei habe. Schon war Schluss. Wenn wir auf dem Weg zur Kita waren, gab es keine Sit-ins mehr, um zu verdeutlichen, dass ich den Tag mit ihr und nicht mit meiner Arbeit verbringen solle. Denn Arbeit bringt ja Geld.

In den letzten Wochen ist immer wieder die Rede davon, dass das gesamte Bargeld auch in Deutschland abgeschafft werden soll. Den 500-Euro-Schein hat die EZB ja bereits entsorgt.

Aber unsere Kinder werden das nie mitmachen. Sie spekulieren lieber auf die harte Währung statt mit virtuellen Bits und Coins.

Zu Recht. Wie sollen sie auch sonst lernen, mit Geld umzugehen, und dass dieser Umgang soziale Folgen haben kann, wenn sie nur auf einen Screen touchen können? Und, ganz ehrlich, als Mutter möchte ich Bargeld auch nicht missen. Ich würde sonst ohne Maß und Disziplin munter meine Bankkarten einsetzen. Das käme den Kindern auch nicht zu gute.

Erstmals veröffentlicht:

www.nido.de/artikel/finger-weg-von-meinen-muenzen

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Strom­rechnung: Was tun, wenn der Versorger zu hohe Abschläge ansetzt?

Wie viel Geld Energieversorger monatlich kassieren dürfen, ist klar geregelt: Der Verbrauch entscheidet. Trotzdem gibts oft Streit. Finanztest erklärt die Regeln für die Abschlags­zahlung bei Strom und Gas – und sagt, was Kunden tun können, wenn der Energieversorger nicht spurt.

Die Regeln sind eindeutig

Erstaunlich: Immer wieder gibts Ärger um die laufenden Zahlungen für Strom und Gas. Dabei sind die Regeln eindeutig: Kunden müssen pro Monat ein Zwölftel des Betrags zahlen, der dem Energieversorger fürs laufende Jahr wahr­scheinlich zusteht. Das ist leicht zu errechnen, wenn der Anschluss schon im Vorjahr bestand und sich die Faktoren für den Energieverbrauch nicht geändert haben: Die im Vorjahr verbrauchten Kilowatt­stunden sind mit dem aktuellen Preis einschließ­lich aller Steuern und Umlagen zu multiplizieren, etwaige Gebühren zu addieren und der Gesamt­betrag auf die nächsten zwölf Monate zu verteilen.

Erhöhung nur bei steigenden Preisen …

Das heißt auch: Bei gleich­bleibendem Verbrauch darf der Energieversorger höhere Zahlungen nur verlangen, wenn Strom- oder Gaspreis oder Gebühren steigen.

… oder veränderten Wohn­verhält­nissen

Etwas schwieriger wird es bei Einzug in eine neue Wohnung oder wenn sich wegen neuer Geräte, energie­intensiver Bauarbeiten, Familien­zuwachs oder Auszug erwachsener Kinder der Verbrauch ändert. Der Energieversorger muss dann so gut wie möglich schätzen, wie hoch der Energieverbrauch und damit die Jahres­rechnung sein werden. Energieversorger haben reichlich Vergleichs­daten und können ziemlich gut schätzen – wenn sie wollen.

System oder Versehen?

Trotz klarer Regeln gibt es häufig Ärger.

  • Extra­Energie verurteilt. Regel­mäßig hielt der Energieversorger Extra­Energie an hohen Monats­abschlägen fest, obwohl den Kunden für das voran­gegangene Jahr teil­weise mehr als 500 Euro Gutschrift zustand. Eine Klage der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen stoppte das Unternehmen. Klare Ansage des Land­gerichts Düssel­dorf: Mehr Geld als absehbar nötig zu kassieren, ist rechts­widrig (Az. 12 O 474/12). Verstößt Extra­Energie gegen die Vorgaben der Richter, drohen Ordnungs­gelder von bis zu 250 000 Euro oder Haft für die Geschäfts­führer.
  • Leser­beschwerde zu Eon. Gleich zweimal schoss Eon bei der Berechnung der monatlichen Gas-Abschlags­zahlungen von Finanztest-Leser Daniel Casado aus Duisburg übers Ziel hinaus und berechnete bis zu 85 Euro zu viel. Ursache unbe­kannt. „Wir haben leider fest­stellen müssen, dass uns hier ein hand­werk­licher Fehler unter­laufen ist, für den wir uns ausdrück­lich entschuldigen möchten“, sagte Eon-Sprecher Maximilian Heiler.
  • Trick mit elf Abschlägen. Oft heißt es bei Energieversorgern so oder so ähnlich: „Bei uns zahlen Sie elf Abschläge, der zwölfte wird mit dem Ergebnis der Jahres­abrechnung verrechnet.“ Das ist in Ordnung, wenn zur Berechnung des Abschlags der voraus­sicht­liche Betrag der Jahres­rechnung auf zwölf Monate verteilt wird. Verteilen Anbieter die Jahres­kosten dagegen auf nur elf Monate, ist das rechts­widrig. Verbraucher können verlangen, den Abschlag entsprechend, also um 8,3 Prozent, zu senken.

Bei unrecht­mäßiger Erhöhung Wechsel sofort möglich

Gut für Betroffene: Weigert sich der Energieversorger zu Unrecht, die Abschlags­zahlung zu senken, oder erhöht er sie ohne Grund, können sie sofort wechseln. Rechts­anwalt Thomas Holl­weck, ein auf Verbraucherrecht spezialisierter Rechts­anwalt aus Berlin, erklärt: „Hält sich ein Energieversorger nicht an die gesetzlichen Rege­lungen, so haben Kunden das Recht, diesen Vertrag vorzeitig zu beenden.“

zur Webseite:

www.test.de/Stromrechnung-Was-tun-wenn-der-Versorger-zu-hohe-Abschlaege-ansetzt-4988652-0

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Casa Vinicola Sartori: die Tradition der Weine aus Verona

Das Valpolicella-Gebiet ist eines der bekanntesten in Italien – allerdings nicht nur in Italien, wenn es um die Produktion von Wein geht. Dort wurde Casa Vinicola Sartori Spa geboren – ein Unternehmen, das eine langjährige Erfahrung im Weinsektor hat. Seit dem 19. Jahrhundert konzentriert man sich dort auf Qualitätsweine.

Die Sartori-Familie kam in die Welt des Weines dank Pietro, der am Ende des 19. Jahrhunderts seine Leidenschaft für Wein in seiner Arbeit umsetzte: Er kombinierte die Verwaltung seines Restaurants mit einem Weinhandel. Unter Ausnutzung der strategischen Position und um den Stammgästen des Restaurants die besten Weine zur Verfügung zu stellen, kaufte er einen Weinberg in Negrar. Auf diese Weise begann die lange Tradition der Familie Sartori in Sachen Weinproduktion.

Die Leidenschaft für den Wein wurde von Generation zu Generation der übergeben, das führte zur Expansion des Unternehmens und erhöhte die Position der Weinkellerei auf dem Markt. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Familie Sartori offiziell, Weine zu produzieren. In den sechziger Jahren öffnete sie sich auf ausländischen Märkten. Ein weiterer wichtiger Schritt für Casa Vinicola Sartori fand in den neunziger Jahren statt: Weitere Weinberge kamen zum Besitz hinzu, das Unternehmen wuchs auch personell immer weiter.

Heutzutage kann Casa Vinicola Sartori als ein Unternehmen beschrieben werden, das nicht nur in seiner Vergangenheit und seinen Traditionen verankert bleibt, sondern zugleich auch die Zukunft und Innovationen im Auge hat. Es sind die klassischen Weine aus Verona, wie Soave, Valpolicella und Bardolino Chiaretto, die von Sartori erzeugt und dann in die ganze Welt exportiert werden: 80% des Umsatzes werden in über 50 Ländern generiert.

Die Glanzstücke von Sartori, also die Weine, auf die das Unternehmen besonders stolz ist, sind Regolo Valpolicella Superiore DOC Ripasso und Marani Bianco Veronese IGT. Das Portfolio des Unternehmens umfasst aber auch Recioto, Amarone Rotweine, Lugana, Soave, Bardolino, Custoza und viele mehr.

Die Arbeit, die Leidenschaft und das Engagement von Sartori wurden im Laufe der Jahre durch zahlreiche Auszeichnungen belegt. Mit der langen Tradition ist Casa Vinicola Sartori auch für die Zukunft bestens gerüstet.

Weitere Informationen gibt es hier: http://www.sartorinet.com/de

Artikel-Quelle:

www.about-drinks.com/casa-vinicola-sartori-die-tradition-der-weine-aus-verona/

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Salento: Zu Besuch in Kolumbiens beliebtestem Kaffeeanbaugebiet

Überrascht schaut Alessia auf die runden gelben und roten Beeren, die Don Elías ihr zeigt. Er öffnet die rote und schält zwei blasse, nasse Bohnen heraus. „Pobier mal“, sagt er zu der 22-jährigen Touristin aus Kanada, „sie sind süß.“

Alessia schaut ihn misstrauisch an, nimmt dann doch eine Bohne und steckt sie sich in den Mund. Ihre Augen werden groß „Die sind ja wirklich süß!“ Sie lacht. „Und das sind Kaffeebohnen? Ich trinke gern Cappuccino, jeden Morgen. Aber ich hätte nie gedacht, dass Kaffee aus einer süßen Frucht gemacht wird.“

Liebe zum Kaffee – wir zur Familie

José Elías Pulgarín kennt das schon. Seit der 89-jährige Kaffeebauer die Tore seiner Farm für Touristen aus aller Welt geöffnet hat, weiß er, dass die meisten Menschen glauben, dass die bittere, braune Kaffeebohne schon so am Strauch wächst, wie sie aus der Tüte kommt. Dabei ist es von der Frucht bis zum Produkt ein langer Weg.

Allein drei Jahre braucht schon die Pflanze, bis sie zum ersten Mal Früchte trägt. Geerntet wird in der Regensaison. „Dann müssen wir die Bohnen schälen und fermentieren, trocknen und rösten“, sagt Don Elías, als er seinen Gästen die einzelnen Schritte der Kaffeeproduktion erklärt. „Seit ich weiß, wie viel Arbeit das macht, liebe ich den Kaffee genauso sehr, wie ich meine Familie liebe.“

Handwerk statt Massenproduktion

Das vier Hektar große Anwesen der Familie von Don Elías liegt am Hang eines grünen Berges zwischen der pittoresken Stadt Salento und dem Flussbett des Quindio. Hier, 1700 Meter über dem Meeresspiegel, herrschen ideale Bedingungen für den Kaffeeanbau.

„Es gibt wenig Schädlinge und den nötigen Regen, sodass der Kaffee auf natürlichem Wege gut gedeihen kann“, sagt Don Elías. Er baut die Sorten Arabica und Colombian Milds an – Letztere eine Untersorte der Ersteren mit weniger Koffein und Säure. Robusta, oft auf großen Farmen für die Massenproduktion kultiviert, hat er nicht im Programm.

Salento ist nur eine von Hunderten kleinen Städten in Kolumbiens „Eje Cafetero“, das auch Kaffee-Dreieck genannt wird. Es ist Teil des Unesco-Welterbes und erstreckt sich über drei Provinzen: Caldas, Risaralda und Quindío, wo es mehr als 800 Kaffeefarmen gibt. Das einst vergessene und verschlafene Salento ist deshalb in die erste Liga kolumbianischer Reiseziele aufgestiegen.

Kochbanane mit Käse, Fleisch und Grünzeug

Das liegt aber nicht nur am Kaffee, sondern auch an seiner einmaligen Bebauung. Der amerikanische Fernsehsender CNN hat das Örtchen erst kürzlich zu einer der zehn interessantesten Städte der Welt gekürt – wegen seiner „Ansammlung von ein- und zweistöckigen Gebäuden, meistens weiß, aber mit farbig leuchtenden Fensterrahmen und Türen in traditioneller Bahareque-Architektur“, wie es in der Begründung heißt.

Die Häuser sind aus Bambus und Lehm gebaut, im Paisa-Stil, der nach einer Bevölkerungsgruppe im Nordwesten des Landes benannt ist. Vor allem auf der Calle Real, der zentralen Straße des Ortes, sind diese Häuser noch zu bewundern. Unzählige Shops und traditionelle Restaurants laden zum Einkehren ein, um zum Beispiel Forelle in allen erdenklichen Zubereitungsarten zu essen – gegrillt, „al ajillo“, mit Pilzen oder sogar im Burger. Interessant schmeckt auch patacón: Kochbanane überbacken mit Käse, Fleisch und Grünzeug. Vorzüglichen Kaffee trinken kann man hier natürlich auch.

Salento, 1842 gegründet, liegt an der ehemaligen Straße, die Bogotá und Popayán miteinander verband. Als sie modern ausgebaut und schneller befahrbar wurde, geriet das Örtchen, bisher ein beliebter Zwischenstopp, in Vergessenheit und wurde in seinem ursprünglichen kolonialen Stil konserviert. „Als ich in den späten 80er-Jahren hierherkam, wurden Kartoffeln und Tomaten angebaut, Milchkühe gehalten, Käse wurde hergestellt. Überall gab es Hühner und Schweine. Touristen hingegen keine“, sagt Roberto Duarte, der für sein „Churrita Hostel“ damals umgerechnet gerade mal 600 Euro zahlte.

Nur fünf Jahre später kamen die ersten Besucher nach Salento: Hippies aus Argentinien, den USA, Europa. „Sie entdeckten mit Salento einen wundervollen, unberührten Ort – und erzählten ihren Freunden davon.“ Jedes Jahr, sagt Roberto, kamen seither mehr Touristen. Die Einheimischen begannen, Hostels und Restaurants zu eröffnen, die Frauen gaben ihr Hausfrauendasein auf und beteiligten sich am Geschäft. Innerhalb von nur drei Dekaden wurde aus dem verschlafenen 2000-Seelen-Örtchen ein ebenso belebtes wie beliebtes Städtchen mit gut 7000 Einwohnern.

Kein Düngemittel, keine Chemikalien – doppelter Preis

Warum der Kaffee hier so besonders schmeckt, erklärt Don Elías seinen Besuchergruppen jeden Tag aufs Neue. Der Hauptgrund: Er verzichtet auf Düngemittel und Chemikalien. Darum kann er die 2000 Kilogramm, die er jedes Jahr produziert, mehr als doppelt so teuer verkaufen wie industriell hergestellten Kaffee – für 10.000 Pesos, rund drei Euro pro Kilogramm. Moderne Maschinen nutzt Elías nicht, genauso wenig wie die anderen Farmer in der Gegend. Geerntet wird überall noch von Hand, geröstet in einer alten Pfanne auf einem Holzofen. Eine leichte Kaffee-Brise weht dann durch den Garten.

Die getrockneten Bohnen werden braun. Je länger sie geröstet werden, desto weniger koffeinhaltig und bitter ist der Kaffee. „Wir machen das anders als die Brasilianer, die riesige Mengen produzieren mit Dünger und großen Maschinen. Die verkaufen zwar mehr – aber wir verkaufen bessere Qualität“, sagt Elías. Dass er der Massenproduktion kritisch gegenübersteht, ist nicht zu überhören. Die gibt es in Kolumbien anderswo aber durchaus – das Land ist schließlich viertgrößter Kaffeeproduzent weltweit, nach Brasilien, Vietnam und Indonesien.

Am Ende der Tour, die 6000 Pesos kostet, knapp zwei Euro, verkosten Alessia und die sechs anderen Besucher eine Tasse von dem Kaffee, dessen Herstellung sie gerade bestaunt haben. Hunde und Hühner laufen und springen um sie herum, auch Elías‘ Enkelkinder, die gerade von der Schule kommen.

„Der Tourismus ist das Beste, was uns Kaffeeproduzenten hier in Salento passieren konnte“, sagt er. Elías erinnert sich noch genau an diesen Moment. 2008 war das, als Timothy – ein Brite, der ein Hostel im Dorf gekauft hatte – mit drei Fremden bei ihm auftauchte. „Sie fragten mich, ob ich ihren Gästen meine Farm zeigen könnte. Für Geld.

Wir vereinbarten 3000 Pesos, also einen Euro, inklusive Führung. Sie fanden das großartig. Ich auch.“ Am nächsten Tag sei Timothy mit sechs Besuchern gekommen, am Tag darauf mit neun. Mittlerweile hat Elías den Preis für seine Führungen verdoppelt. Täglich kommen Dutzende Menschen aus aller Herren Länder zu ihm. „Ein Geschenk Gottes“, sagt Elías.

Die Zeit der Drogenbarone und Farc-Rebellen

Was Salento zum beliebtesten unter Kolumbiens Kaffeeanbaugebieten macht? „Ich denke, dass es hier sicher ist. Und die Landschaft, vor allem das Cocora-Tal, ist einzigartig“, sagt Timothy, der englische Besitzer des „The Plantation House“ in Salento. „Als ich hier ankam, fand ich eine bezaubernde Stadt vor, umschlossen von Bergen, mit dem besten Kaffee der Welt. Darum bin ich geblieben.“

In den 70er- und 80er-Jahren war die Region von den Farc-Rebellen und Drogenbaronen wie Carlos Lehder Rivas eingenommen worden, der einst ein Hotel in Salento hatte eröffnen wollen. So weit ist es jedoch nie gekommen. Lehder wurde gefasst und an die USA ausgeliefert. Heute ist Salento ein friedlicher Ort. „Für Menschen aus Bogotá, Medellín und Cali ist das hier der Himmel: Durch die Straßen zu laufen, ohne Angst haben zu müssen, ausgeraubt zu werden“, sagt Catalina Morin, eine Studentin aus Cali.

Heimat des kolumbianischen Nationalsymbols

„Die Touristen lieben es nicht nur, sich die Farmen anzuschauen und hochwertigen Kaffee zu kaufen, sie kommen auch wegen der Menschen, die das Land mit ihrer Arbeit und ihrer Art beseelen“, sagt Roberto Duarte. Der 69-Jährige steht auf der Terrasse seines Hauses im Cocora-Tal, das zum Nationalpark Los Nevados gehört, ideal zum Wandern und Reiten.

Das Tal ist obendrein die Heimat eines kolumbianisches Nationalsymbols: der Wachspalme, die bis zu 60 Meter hoch werden kann. Mit ihren Blättern berührt sie den mystischen Nebel, der den Gipfel des Cerro Morrogacho umgibt. Eine weitere Attraktion sind die nahe gelegenen Santa-Rita-Wasserfälle – der perfekte Ort für eine Abkühlung an heißen Tagen. Roberto schaut der sinkenden Sonne entgegen und nippt an seiner fünften Tasse „tinto“, pechschwarzem, starkem Kaffee. „Seit ich hier lebe“, sagt er, „trinke ich meinen Kaffee ohne Zucker. In Salento ist das Leben süß genug.“

Tipps & Informationen

Anreise: Zum Beispiel von Frankfurt mit Lufthansa nonstop oder mit Delta über Atlanta nach Bogotá. Von dort weiter mit dem Bolivariano-Bus nach Armenia oder Pereira (6–8 Stunden). Aus beiden Städten fahren mehrmals täglich Busse nach Salento (ca. 45 Min.).

Unterkunft: Etwa im „Hotel Salento Real“, einem Haus im Kolonialstil, DZ inkl. Frühstück ab 43 Euro. Alternativ im modernen Hostel „Beta Hostel“, DZ ab 44 Euro oder im klassisch kolumbianischen „The Plantation House“, DZ ab 16 Euro.

Kaffeetouren: Zum Beispiel auf Don Elías‘ Farm „Cafetera Las Brisas“, Tel. 0057/315/606 11 13

Auskunft: Über Procolombia

Homepage besuchen:

http://www.welt.de/reise/staedtereisen/article152649589/

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Blog: Neuens aus der Küche – Rollgerstensuppe gegen Frühjahrsmüdigkeit

Gute Nachrichten für alle Winterverweigerer: Laut TCM hat das Frühjahr bereits begonnen! Die Tage werden länger, die Natur beginnt mit der Vorbereitung auf den Frühling, auch wenn der Winter vermutlich noch einmal zurückkommen wird. Es ist ein günstiger Moment, um uns vor der Frühjahrsmüdigkeit zu schützen, Ballast loszuwerden und den Frischekick aufzubauen. In der TCM erfolgt das nicht über radikales Fasten oder Hungern, sondern über eine mildere Detoxform als Suppen-, Getreide- oder Basenkur.

Sollte man das Gefühl haben, es ist egal, was man isst, man fühlt sich immer gleich – ob gut oder schlecht –, dann braucht der Körper ein Reset, einen Neustart, um wieder einfache Signale achten zu lernen. Kinder haben ein gutes Gespür dafür, was ihnen guttut und was nicht. Sie mögen meist kein allzu großes Durcheinander auf ihrem Teller. Wer sich etwas Gutes tun will, kann in der Fastenzeit eine fünftägige Reset-Kur machen. Die Gerstensuppe empfehle ich als leichtes Abendessen oder ab und zu als Mahlzeit für einen Entlastungstag.

Zutaten für vier Portionen

5–6 Wacholder
2 Lorbeerblätter
300 g Karotten
100 g Lauch
2 Stangen Sellerie
200 g Kartoffeln
160 g Gerste (enthält Gluten, bei Unverträglichkeit auf Reis oder Hirse ausweichen)
Saft von ½ Zitrone
1,5–2 l Wasser
2 EL Salz, Pfeffer
1 Prise Muskatnuss
2 Scheiben Ingwer
etwas Zitronensaft und Misopaste (Bio-Qualität) zum Würzen frische Kräuter

Zubereitung

Gerste laut Packungsanweisung garen. Karotten und Kartoffeln waschen, schälen und in Scheiben schneiden. Lauch und Sellerie putzen, waschen und würfeln.

Gemüse mit Salz, Pfeffer, Wacholderbeeren, Lorbeerblättern und 1,5 Liter Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und 25 Minuten lang köcheln. Ingwer klein würfeln und mit Zitronensaft und etwas Misopaste würzen.

Gerste in die Teller geben und Suppe darüber füllen. Mit frischen Kräutern, zum Beispiel Petersilie, Kresse, Basilikum oder Koriander dekorieren.

Aus der Sicht der TCM

Gerste – und speziell die chinesische Gerste Yi Yi Ren – ist das Getreide, um Feuchtigkeit und Hitze aufzulösen und auszuleiten. Gerste wirkt auf den Funktionskreis Blase und hilft gut bei beginnendem Harnwegsinfekt, sie löst Wasseransammlungen und Ödeme auf und reguliert die Cholesterinwerte. Gerste tonisiert das Qi, stärkt die Mitte, hilft bei geistiger und körperlicher Schwäche, sie tonisiert gleichzeitig das Yin und hilft bei allgemeiner Trockenheit oder Entzündung der Schleimhäute (Gastritis und Darmentzündungen) und bei innerer Unruhe. In vielen dieser Funktionen wird die Gerste von Karotte und Kartoffel unterstützt. Der Lauch übernimmt zudem eine wärmende, auf die Nieren wirkende Funktion und sorgt für gute Abwehrkräfte. Er unterstützt auch die Schleimauflösung und -ausleitung. (Pascale Neuens, 26.2.2016)

Aufgespürt:

derstandard.at

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Badreiniger im Test: Meister Proper Schluss­licht

Klassischer Bad- oder Kraft­reiniger – wer entfernt hartnä­ckigen Schmutz und Kalk am besten? Im Test treten 19 Mittel gegen­einander an. Im Putzwett­streit schneiden etliche güns­tige Reiniger gut ab. Ausgerechnet Seifenreste bereiten einigen Produkten große Schwierig­keiten – mehr noch als Kalk. Über­raschend schlecht schneidet Meister Proper ab. Erfreulich für Putzmuffel: Drei Mittel verhindern gut, dass sich neue Kalk­flecken bilden.

19 Mittel im Test: Kraft­meier gegen milde Klassiker

Die unzäh­ligen bunten Sprühflaschen in Drogeriemärkten lassen sich in zwei Gruppen unter­teilen: herkömm­liche Badreiniger und kraft­volle Mittel, die schon im Namen Stärke vermitteln („Power Reiniger“, „Maxx Power“). Die klassischen Reiniger kommen oft dezenter daher und tragen Beinamen wie „Classic“, „Citrus“ oder „Atlantik­frisch“. Vor allem bei ihnen zeigten sich große Unterschiede im Test. Jeder zweite der zehn geprüften klassischen Reiniger schneidet gut ab, der Rest nur ausreichend. Sie schwächeln vor allem bei der Putz­leistung. Dafür sind sie meist sanft zu Mensch und Natur. Bei den neun Kraft­reinigern ist es umge­kehrt: Sie reinigen meist gründlich, belasten Gewässer und Schleimhäute aber oft mehr.

Sechs lösen Kalk sehr gut

Bäder zu schrubben, blieb den Testern erspart. Sie prüften die Reiniger nicht in verschiedenen Haushalten. Der Schmutz wäre zu unterschiedlich, die Wirkung der Reiniger nicht vergleich­bar. Sie arbeiteten im Labor und nutzten Kalk in seiner edelsten Form: Marmor. Um zu prüfen, wie gut die Reiniger wirken, wogen die Prüfer kleine Marmorplatten aufs hundertstel Gramm genau. Dann tauchten sie die Plätt­chen in die Reinigerflüssig­keit. Schäumend fraßen sich die Säuren in den Marmor. Nach dem Abspülen und Trocknen gingen die Platten wieder auf die Waage. Je leichter sie geworden waren, desto mehr Kalziumkarbonat – sprich: Kalk – hatte der Reiniger beseitigt. Die Prüfung offen­bart den Vorteil vieler Kraft­reiniger: Etliche schneiden gut ab, sechs sogar sehr gut. Die Besten holen fünf­mal so viel Kalk von den Wänden wie einige herkömm­liche Badreiniger.

Manche versiegeln Oberflächen

Dass Kalk gar nicht erst entsteht, ist der Traum jedes Putzmuffels. Mehrere Produkte versprechen, ihn zu erfüllen und eine wasser­abweisende Schicht aufs Material aufzutragen. Einige versiegeln vergleichs­weise gut. Viel mehr Frei­zeit verschaffen sie aber auch nicht: Ein paar Mal duschen, dann bleibt das Wasser wieder an den Fliesen hängen, und es bildet sich erneut ein Kalk­schleier.

Ätzend zum Kalk, sanft zum Bad

Lange galt für Haus­halts­reiniger: Je besser sie wirken, desto größer ihre Neben­wirkungen. Unter säurehaltigen Kraft­protzen können Oberflächen leiden. In welchem Maße? Das haben wir geprüft. Wir ließen die Reiniger 24 Stunden auf 13 verschiedene Materialien einwirken, darunter Emaille, Keramik, Acryl, Gummi, Alu, verchromte Armaturen und diverse Kunststoffe. Erfreulicher­weise sind die Rezepturen vieler Produkte erstaunlich schonend zum Material. Das war in früheren Tests anders. Trotzdem sind scharfe Kalkkiller nach wie vor nichts für empfindliche Materialien wie etwa Marmorfuß­böden.

Einige Reiniger reizen die Schleimhäute

Für klassische Badreiniger verwenden die Hersteller in der Regel mildere Säuren als für die kraft­vollen Mittel. Das ist nicht nur vorteilhaft für sensible Oberflächen, sondern auch für Mensch und Umwelt. Einige Reiniger greifen Augen oder Atemwege an. Verbraucher sollten sie nur spar­sam, mit Hand­schuhen und bei offenem Fenster versprühen. In fens­terlosen Bädern empfiehlt sich sogar ein Atem­schutz.

Entdeckt auf:

https://www.test.de/Badreiniger-im-Test-Meister-Proper-Schlusslicht-4980485-0/

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Lass mich mal machen!

Für meinen Freund war unsere Tochter das erste Kind, und natürlich war er außer sich vor Freude. Für mich war es das zweite, meine Freude war um kein Haar kleiner, aber ich wusste auch, wie sehr sich unser kleiner Patchwork-Kosmos damit verändern würde.

Mein Sohn aus erster Ehe war damals acht Jahre alt. Ich hatte mit ihm Dreimonatskoliken und Nicht-Einschlaf-Terror durchgestanden, dickbackiges Zahnen, Fieberkrämpfe und Knochenbrüche, Fremdel-, Trotz- und erste Cool-Phasen. Ich hatte ungezählte Spielplatznachmittage absolviert, Elternabende auf Kindergartenstühlchen abgehockt, Fledermaus-Faschingskostüme genäht und Piratengeburtstage organisiert, immer nach Kräften von seinem leiblichen Vater unterstützt.

Als meine Tochter auf die Welt kam, verfügte ich über einen klaren Wissensvorsprung qua Erfahrung. Blöderweise habe ich ihn nicht nur zum Vorteil aller eingesetzt.

Ich habe meinem Freund nicht zugetraut, dass er es genauso gut machen wird wie ich – oder anders gut. Seine ersten Wickelversuche sahen so aus, wie erste Wickelversuche eben aussehen. Die nur zaghaft angelegte Windel rutschte von dem winzigen Po, der Inhalt verteilte sich im Body, Anfängerscheiß.

Ich hab ihn natürlich trotzdem weiter wickeln lassen, wickeln lernt jeder.

Auch eingefrorene Muttermilch auftauen und auf Fläschchentemperatur erwärmen kriegt Mann hin. Jäckchen anziehen, enge Bodys über den Kopf friemeln, baden, tragen, trösten, in den Schlaf wiegen – klar haben wir uns das geteilt. Ich habe bald nach der Geburt wieder tageweise gearbeitet, oft bis in die Nacht. Wir hatten eine Kinderfrau, aber abends war Papaschicht.

Trotzdem bin ich in die Falle getappt, die gerade Frauen sich gerne stellen. Die Falle der Perfektion. Wenn ich heimkam und unsere Tochter selig schlief, schlich ich noch einmal an ihr Bettchen, um zu sehen, ob alles in bester Ordnung war. Der Reserveschnuller in Reichweite, das Deckchen nicht weggestrampelt, die Windel nicht in den Kniekehlen.

Ein kurzer Kontrollgang durch die Küche, hui, da war ja wieder einiges liegen geblieben. Der Wäschekorb stand da, wo ich ihn hatte stehen lassen. Mein Freund muss auf dem Weg zum Kellerbier elegant über ihn hinweggestiegen sein. Diese Übung scheinen Männer irgendwie ganz gut zu beherrschen.

Also Küche gewienert, noch eine Wäsche gewaschen, eine Ladung aufgehängt, weil ich auch Wäscheaufhängen irgendwie smarter erledige. Mein Freund warf die klammen Teile immer lässig über die Leine, ich zog sie schön glatt auseinander, so trocknen sie schneller und krumpeln nicht so. Auch die Mühsal des Kochens habe ich ihm weitgehend erspart. Ich gelte als exzellente Köchin, mein Partner – inzwischen sind wir verheiratet – wird nicht müde, mich dafür zu loben. Geschickt irgendwie: Denn die Bessere ist des Guten Feind, und die Zuständigkeiten sind damit klar verteilt.

Als Doppelverdienerpaar zählen wir uns zu den modernen Partnerschaften, in Wahrheit sind wir mit der Geburt unserer Tochter in das eine oder andere abgelegt geglaubte Traditionsmuster zurückgefallen. Trotz aller selbstverständlichen Emanzipation habe ich meinen Mann von manchem Handgriff konsequent abgehalten. Und wir sind nicht allein.

Wenn ich mich umschaue, sind da viele berufstätige Mütter, die nach wie vor für all die Dinge zuständig sind, für die ihre Hausfrauenmamis in den Sechziger- oder Siebzigerjahren auch schon zuständig waren. Kindergeburtstage, Arztbesuche, Elternabende, Klamotteneinkäufe, Kinderkrankenpflege, Hausaufgabenbetreuung, Haushalt und die Gestaltung des Sozialprogramms.

Ich rufe meine Freundin Tina an und habe ihren Mann am Apparat. Ob man sich mal trifft, ohne Kinder gar? “Das musst du mit meiner Frau besprechen”, sagt er. “Sie plant das alles. Ich kenne mich da nicht aus.” Meine Freundin Andrea, Mutter dreier Töchter, die nach mehrjährigem Erziehungsurlaub wieder als Flugbegleiterin arbeitet, kocht ihrem Mann vor jedem Fernflug für vier Tage vor. Sie schreibt ihm auf einen großen Zettel, wann die Kinder Schulproben haben und wann sie das Turnzeug mitnehmen müssen, sie schreibt ihm sogar auf, dass er den Briefkasten leeren und die Blumen gießen soll. Einmal rief er sie nachts um halb vier Ortszeit im Hotel in Shanghai an, weil er zu Hause mit der Tochter an einer Mathehausaufgabe rumrätselte.

“Schatz, nur ganz kurz, was waren Primzahlen noch mal?” Nun könnte man sich fragen, ob der Mann ein bisschen belämmert ist. Ist er aber nicht. Er ist Chef einer eigenen, mittelständischen Firma, er liest politische Wochenmagazine und hat auch ansonsten alle beieinander.

Er ist nur von seiner Frau über all die Jahre von vielem frei- und ferngehalten worden.

Das mag wahnsinnig antiquiert klingen, aber es ist nach wie vor die Regel. Eine Forsa-Studie von 2009 befragte deutsche Männer und Frauen, die in einer Partnerschaft mit Kindern leben, wer zu Hause wie viel Familienarbeit übernimmt. Zwei Drittel der Frauen gaben an, sie wuppten das meiste, elf Prozent sogar “alles”. Die Männer räumten zu sechzig Prozent ein, sie trügen nur den kleineren Teil bei, weitere zehn Prozent schlicht “gar nichts”.

Soziologen, die bekanntermaßen dazu neigen, Phänomene zu pathologisieren, haben für dieses Symptom das Emblem des “Maternal Gatekeeping” gefunden. Die mütterlichen Türsteher, so die These, halten ihre Männer von familiären Aufgaben ab, weil sie den Mann nicht als gleichberechtigten und gleichermaßen kompetenten Elternteil akzeptieren und aus ihrer häuslichen Herrschaftsdomäne einen Teil ihres Selbstbewusstseins ziehen. Eine Langzeitstudie des deutschen Familien- und Sozialforschers Wassilios Fthenakis kommt zu dem Ergebnis, dass etwa jede fünfte Frau den väterlichen Einsatz im Familienleben ausbremst.

Ich halte mich nicht für eine Gatekeeperin, schon aus purem Freiheitsdrang und Freude an der Arbeit möchte ich mir die Erziehung möglichst partnerschaftlich teilen.

Dass das im Alltag nicht immer so glatt läuft wie auf dem soziologischen Reißbrett, steht auf einem anderen Blatt. Mein Mann ist ein Viel- und Langarbeiter. Sein Arbeitgeber hält Familienfreundlichkeit prinzipiell für eine tolle Sache, die aber ab Führungsebene irgendwie nicht mehr so richtig machbar ist.

So treffen wir uns nie wirklich in der Mitte.

Auch ich gehöre zu den zwei Dritteln der Frauen, die zu Hause das meiste tun, weil niemand anderes greifbar ist. Auch ich muss viele Themen und erzieherische Konflikte spontan alleine lösen, weil der Vater gerade nicht erreichbar ist. Aber ich arbeite daran, aus purem Perfektionsdrang nicht noch das zu übernehmen, was durchaus von seiner Seite beizutragen wäre. Ganz bewusst halte ich mich jetzt öfter mal ganz raus und verkneife mir Gemäkel, wenn’s nicht nach meiner Linie läuft. Dann bin ich mal für ein paar Tage weg, eine Woche sogar. Anfangs habe auch ich noch Instruktionen geschrieben, inzwischen weiß ich: Es geht auch ohne.

Anders vielleicht, als ich es machen würde, aber darum nicht schlechter.

Meine Fliegerfreundin sagt, ihr macht es nichts mehr aus, wenn sie von einer Reise heimkommt und ihr Kinder die Türe öffnen, die sie nur an der Stimme als die eigenen erkennt, weil sie wie Flickenteppiche angezogen sind. Röcke über den Hosen, wildeste Farb- und Mustermixturen, Sommerkleider im Winter. Ihr Mann legt auf so etwas keinen Wert, kein Kind ist deswegen bisher einer Erkältung oder Mobbing zum Opfer gefallen, also warum aufregen? “Er hat sein eigenes System, und das gilt, wenn ich nicht da bin.” Sie hat recht. Während ich diese Zeilen schreibe, packt mein Mann gerade mit unserer Tochter den Koffer für ihr Ferienreitcamp.

Früher hätte ich noch mal kontrolliert, ob auch wirklich alles drin ist und sicher irgendwo nachgebessert. Jetzt sage ich nur: “Prima, wollen wir dann los?” Irgendwo hört die Blödheit aus eingebildetem Schlauheitsvorsprung ja auf.

Link:

www.nido.de

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FAQ Pfeffer: Was Sie schon immer über den Scharfmacher wissen wollten

Bunt, scharf, vielfältig

Noch Pfeffer? Ob im Gourmettempel oder zum schnellen Imbiss: Kein Restaurant, keine Küche kommt ohne den beliebten Scharfmacher aus. Frisch gemahlen verleiht die Nummer eins unter den Gewürzen selbst einfachen Gerichten eine pikante Note. Ihre Schärfe verdankt sie dem Stoff Piperin. Er steckt unter der Schale der Pfeffer­beeren, die in Rispen an bis zu zehn Meter hohen Kletter­pflanzen wachsen. Ihr bota­nischer Name: Piper nigrum. Doch nicht jedes Gewürz, das Pfeffer heißt, trägt die Bezeichnung zu Recht: Cayenne­pfeffer etwa. Er muss sich in Sachen Schärfe zwar nicht verstecken, sein feuriges Aroma verdankt er aber gemahlenen Chilischoten und dem Scharf­stoff Capsaicin – nicht etwa einer Pfeffer­beere. Was also zeichnet echten Pfeffer aus? Welche Sorten sind besonders aromatisch? Und wie setzt man sie am besten ein?

Tipp: Die Stiftung Warentest hat Pfeffer aktuell getestet. Ergebnis: Ganze Körner schneiden besser ab als bereits gemahlener Pfeffer. 7 von 20 Produkten im Test sind gut, 5 wegen der Schad­stoff­belastung mangelhaft.

Wo ist das, „wo der Pfeffer wächst“?

Deutsch­land hat 2014 rund 26 000 Tonnen Pfeffer importiert, vor allem aus Brasilien, Vietnam und Indonesien. In dem Insel­staat wachsen etwa der intensive schwarze Lampong- und der weiße Muntok-Pfeffer. Aus Indien, Heimat der als besonders wert­voll geltenden Malabar- und Tellicherry-Pfeffer, kommen geringere Mengen zu uns. Exporteure wie Kambo­dscha und Malaysia spielen in Deutsch­land nur eine Neben­rolle: Von dort stammen besondere Sorten, etwa der teure, rote Kampot-Pfeffer oder der weiße Dajak.

Was sagt die Farbe über den Pfeffer?

Sie gibt Aufschluss über Reifegrad und Verarbeitung der Beeren: Werden sie unreif geerntet und in der Sonne getrocknet, entsteht der am häufigsten verkaufte schwarze Pfeffer. Auch für den milden, frisch schme­ckenden grünen Pfeffer pflü­cken Bauern die Beeren unreif. Dann werden die Früchte gefrier­getrocknet oder in Lake einge­legt, um ihre Farbe zu erhalten. Ausgereift sind Pfeffer­beeren rot oder rotbraun; sie schme­cken dann schärfer und fruchtiger. Echter roter Pfeffer ist aber selten und teuer. Weißer Pfeffer entsteht, indem reife Beeren in Wasser einweichen, bis sich das Frucht­fleisch von den Kernen schälen lässt. Weißer Pfeffer hat weniger ätherische Öle, die Schärfe ist reiner.

Tipp: Mahlen Sie Pfeffer stets frisch. Verwenden Sie die weiße Variante in hellen Soßen. Sie harmoniert gut mit Speisen, die mit Muskatnuss gewürzt sind. Ganze grüne Pfefferkörner passen klassisch zum Steak.

Und was ist mit rosa Pfeffer?

Das Modegewürz ist kein echter Pfeffer – ebenso wenig wie Szechuan- oder Nelkenpfeffer, der auch Piment genannt wird. Die rosa Beeren sind die Früchte des Brasilia­nischen oder Perua­nischen Pfefferbaumes. Sie enthalten giftige Substanzen. „In üblichen Mengen genossen besteht aber keine Gesund­heits­gefahr“, beruhigt Matthias Melzig, Professor für Pharmazeutische Biologie an der Freien Universität Berlin. Nur Kinder sollten vorsichts­halber verzichten.

Tipp: Zerstoßen Sie rosa Pfeffer­beeren im Mörser oder mischen Sie sie in der Pfeffermühle mit schwarzem Pfeffer. Allein können sie das Mahl­werk verkleben. Ihr süßlicher Geschmack mit zarter Schärfe passt gut zu Fisch­gerichten und Schokolade.

Wann mahle ich grob, wann fein?

Das hängt davon ab, ob beim Kauen kleine Pfeffer­korn­stück­chen spür­bar sein sollen. Peter Wagner, Autor des Stiftung-Warentest-Koch­buchs Richtig scharf kochen, sagt: „Je feiner gemahlen der Pfeffer ist, desto intensiver verbindet sich sein Aroma mit dem Essen.“ Einen groben Mahl­grad empfiehlt er hingegen, wenn der Pfeffer als eigen­ständige Komponente wahr­nehm­bar sein soll – etwa bei Steak.

Tipp: Wenn Ihre Mühle nicht grob genug mahlt, können Sie einen Mörser benutzen. Zum Test Pfeffermühlen.

Was würze ich wann?

Es kommt auf die Sorte an: Manche Pfeffer verlieren an Schärfe, wenn sie mitkochen, geben dabei aber ein Grundaroma ab. Nur wenige halten hohe Temperaturen aus. Langer Pfeffer etwa behält seine spitze Schärfe in Back­ofen und Pfanne. Und die Mele­gueta-Pfeffer genannten scharfen Samen der Aframomum-Pflanze werden selbst bei sehr heißem Anbraten nicht bitter. Generell aber gilt: Die flüchtigen Aroma­stoffe echter Pfeffer­beeren, die etwa für Zitronen- oder Piniennoten verantwort­lich sind, leiden bei Hitze. Das gilt vor allem, wenn sie in gemahlener Form mitkochen.

Tipp: Geben Sie am Anfang des Koch­prozesses einige ganze Körner in die Speise und erst am Ende frisch gemahlenen Pfeffer. Würzen Sie Ihr Steak für einen richtig pfeff­rigen Geschmack nach dem Anbraten, für ein milderes Ergebnis davor.

Wie lagere ich Pfeffer am besten?

Getrock­neter Pfeffer sollte im Ganzen in einem licht­geschützten Gefäß mit Deckel trocken lagern – am besten kühl. Laut den Angaben der Anbieter in unserem aktuellen Test hält er sich zwei bis fünf Jahre. In Salzlake einge­legter grüner Pfeffer gehört in den Kühl­schrank.

 

Original-Quelle:

https://www.test.de/FAQ-Pfeffer-Was-Sie-schon-immer-ueber-den-Scharfmacher-wissen-wollten-4957854-0/

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Mayotte: Wenn dich ein Maki nach der Uhrzeit fragt

Sie sprechen über Windrichtung und Wellengang und spekulieren darüber, wie der Tag verlaufen wird unter diesem tiefblauen, wolkenlosen Himmel. Dann graben die schwarzen, in bunte Tücher gehüllten Frauen ihre Füße in den feinen Sand, starren schwatzend aufs Meer und reiben dabei ihre Gesichter mit einer hellen Paste ein. Attoumani schaut mit lüsternem Blick in die Runde: „Für uns Männer ist die Mzindzano, die Schönheitsmaske aus Sandelholzgemisch, aufregender als ein knallroter Lippenstift. Sie schützt vor der Sonne und macht die Haut ganz zart. Je schöner eine Frau sich zurechtmacht, desto höher ist die gesellschaftliche Stellung ihres Mannes. Tut sie das nicht, schadet das dem Ansehen der Familie.“

Was für Fremde wie eine Theaterinszenierung aussieht, ist für Attoumani als Mahorais, also hier geborenen Inselbewohner, ein vertrauter Anblick: Frauen lehnen an meterbreiten, knorrigen Baobabstämmen, die aussehen wie erstarrtes Urgetier. Baobabs am Strand sind weltweit eine Seltenheit, sie wachsen meist in der Savanne oder in Trockenwäldern, hier stehen sie Schulter an Schulter mit Königspalmen, Bambusstauden und Takamaka, afrikanischen Tulpenbäumen. Selbst Botaniker können sich dieses seltsame Miteinander nicht erklären. Attoumani zieht die schwere, feuchte Luft tief durch die Nase, schaut noch immer zu den Frauen hinüber und beginnt zu rechnen: „Ich könnte mit meinem Einkommen und meiner Stellung zehn Frauen heiraten“, sagt der Vierundvierzigjährige. „Mein Vater hatte drei Frauen, mehr konnte er sich nicht leisten.“ Die Polygamie, seit Generationen auf der Komoreninsel Mayotte Alltag, kommt für ihn jedoch nicht in Frage. Zwar ist sie mittlerweile offiziell verboten, denn Mayotte ist seit 2011 das 101. Département Frankreichs und damit Mitglied der Europäischen Union. „Aber wie das so ist mit den Verboten, besteht der Reiz darin, sie zu umgehen. Und uralte Traditionen lassen sich nicht so einfach abschaffen. Ich jedoch bevorzuge die einfache Ehe und habe vier Kinder von einer Frau“, sagt Attoumani, was den gutaussehenden, durchtrainierten Mann sichtbar stolz macht.

Er lebt nicht nur monogam, er ist auch ehrgeizig und bekleidet eine Führungsposition in der Inselregierung, in der selten Mahorais, sondern meistens Metros, also Festlandfranzosen, angestellt sind. Doch um nicht nur im Büro zu sitzen, jobbt er zum Ausgleich als Wanderführer, klettert mit Touristen über Berge und streift durch die Tropenwälder im Landesinneren. Eine seiner Lieblingsstrecken zieht sich durch den Forêt Domaniale. Gut ausgebaute Pfade, nach europäischem Standard befestigt und ausgeschildert, schlängeln sich zwischen Riesenfarnen und Drachenbäumen, Nelkenbüschen, Kakaopflanzen, Palmen und Vanilleorchideen hindurch. Man kennt ihn und grüßt ihn mit dem traditionellen „Caribou“. Mal plaudert Attoumani mit einem Bauern, der auf dem Kopf einen Korb voller Papayafrüchte balanciert, mal tätschelt er eine Kuh, die im Schatten döst. Ab und zu begegnen ihm Waldarbeiter und nur gelegentlich Touristen.

 

Aufgespürt auf:

http://www.faz.net/aktuell

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Visum und Einreise nach China: Neue Regeln für Visa in China seit 01. September 2013 rechtsgültig

Geschäftsreisen und Flüge nach China buchen: Angekündigte Neuregelung für Visum in China gilt seit Sonntag 01. September 2013. Neue Regeln gelten besonders für die Expansion der Visa-Kategorien. Einzelheiten im folgenden Bericht. Am Sonntag ist die angekündigte neue Visa-Regelung für China in Kraft getreten.

Neu ist vor allem eine Ausweitung der Visa-Kategorien. Die neue Struktur umfasst unterschiedliche Visa für kommerzielle Besuche, nicht-kommerzielle Besuche, touristische Aufenthalte, lange Aufenthalte, hochrangige Personen, Besucher nicht-chinesischer Staatsbürger, Besucher chinesischer Staatsbürger und für Flugzeug-Crews. Dazu kommen Arbeitsvisa, Studentenvisa, Journalistenvisa und Transitvisa.

Ebenfalls seit 1. September gilt ein neuer Visum-Antrag, der nach einer Übergangsfrist ausschließlich verwendet werden muss. Außerdem können sich Reisende künftig in Hongkong keine Express-Visa für China mehr ausstellen lassen. Das “Chinese Visa Application Service Center” hat die neuen Kategorien auf seiner deutschsprachigen Website aufgeschlüsselt.

Quelle: Travel One.

Original-Artikel:

http://www.imagetours.de/wpblog/

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Einreise und Visum nach Indien: “Visa on arrival”-Regelung soll bald verwirklicht werden – Einreiseerlaubnis bei Ankunft am Flughafen dann möglich

Geschäftsreisen und Flüge nach Indien buchen: Einreise nach Indien soll mit “Visa on arrival”-Regelung erleichtert werden. Kein Visum vor der Reise mehr beim Konsulat beantragen sondern Einreiseerlaubnis bei Ankunft am Flughafen erhalten. Einzelheiten zur möglichen Neuregelung im folgenden Bericht. Die indische Regierung will das Verfahren zur Ausweitung der “Visa on arrival”-Regelung bald zu einem Abschluss bringen.

Das hat der zuständige Minister Rajeev Shukla gegenüber indischen Medien bestätigt. Die Ausweitung der Regelung auf 40 weitere Staaten werde bald Wirklichkeit werden, so der Minister. Zu den betroffenen Ländern gehören Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Österreich und die Schweiz. Touristen müssen dann nicht mehr vor der Reise ein Visum beim Konsulat beantragen, sondern erhalten die Einreiseerlaubnis bei der Ankunft am Flughafen.

Bislang besteht diese Möglichkeit unter anderem für Reisende aus Luxemburg und Finnland. Die indische Regierung hatte den Prozess zur Ausweitung der Regelung im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht.

 

Aufgespürt:

www.imagetours.de/wpblog/2014/01/14

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Roastbeef auf Parmesanbett mit Feigenbalsamico

Zutaten

400 g Roastbeef
1 große Tomate(n)
4 Stängel Petersilie, frisch
50 g Parmesan, am Stück
1 Schuss Balsamico Feige
15 g Butter

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 10 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Das Fleisch bringe ich vor der Bearbeitung auf Zimmertemperatur. Bevor ich die Pfanne aufheize, bereite ich bereits die Teller/Garnierung vor.

Auf jedem Teller eine, wenn möglich, eigen angebaute Tomate in Scheiben auslegen. Mit etwas Petersilie garnieren. Darüber dünn gehobelten Parmesan geben.

Das Roastbeef in Butter kräftig von jeder Seite etwa drei Minuten braten. Sofort aus der Pfanne nehmen und in Alufolie einschlagen. Ca. fünf Minuten ruhen lassen.

Das Fleisch erneut in die Pfanne geben. Den in der Alufolie befindlichen Bratensaft dazugeben. Nochmals von jeder Seite ca. 2 Minuten braten.

Nach dieser Zeit ist das Stück medium rare. Natürlich ist es jedem selbst überlassen, welcher Garpunkt gewünscht wird. Meiner Meinung nach schmeckt das hochwertige Fleisch wirklich super, wenn es medium rare, bzw. englisch gegart ist.

Auf dem Teller nun ein Nest aus frisch gehobelten Parmesan anrichten. Das Fleisch darauflegen und mit Feigenbalsamico verfeinern.

Anmerkung: Ich vermeide es, das Fleisch vor dem Braten zu würzen. Sie werden sehen, das feine Aroma eines guten Roastbeefs, in Verbindung mit dem Parmesan und dem Balsamico wird sie überzeugen. Etwas Salz und Pfeffer auf jedes einzelne Fleischstück kann nicht schaden.

Um den Fleischsaft aufzusaugen eignet sich ein Olivenbaguette. Dazu passt ein trockener italienischer Rotwein.

Hinweis: Für das Rezept eignen sich Roastbeef, Entrecote und Rinderlende. Die in der Rezeptbeschreibung angegebene Grammzahl ist tatsächlich für einen guten Esser. Für meine Frau, die die Lende bevorzugt, reichen gut 200 Gramm.

Ganz wichtig ist eine sehr gute Qualität des Fleisches. Und, um es zu erwähnen: ein low Budget Gericht ist es nicht.

Artikel-Quelle:

http://www.chefkoch.de/rezepte

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Vegane und glutenfreie Backzutaten

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker wird aus dem Blütensaft der Kokospalme gewonnen. Er schmeckt aber nicht etwa nach Kokos, sondern hat ein feines Karamell-Aroma. Kokosblütenzucker macht sich fein in Gebäck, Heißgetränken wie Tee oder Kakao oder auch in Cocktails und lässt sich 1:1 wie brauner Zucker dosieren. Aufgrund seines aufwändigen Herstellungsprozesses ist er allerdings vergleichsweise teuer (z. B. in Bio-Qualität von Dr. Goerg 280 g ca. 8 Euro, in Reformhäusern und Bio-Läden).

Xylit

Der Zuckeraustauschstoff wird aus Holzfasern bzw. durch Fermentieren von Traubenzucker gewonnen. Er enthält bis zu 40 % weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker und soll sogar besser für die Zähne sein (erhältlich z. B. im Reformhaus).

Agavendicksaft

In der veganen Küche dient er oft als Honigersatz. Er wird aus der Blauen Agave gewonnen und ist als helle und auch als dunkle Variante erhältlich – Letztere wird weniger stark filtriert und schmeckt karamelliger (z. B. „Dunkler Agaven-Dicksaft“ von Lihn, Reformhaus). Der Saft besteht hauptsächlich aus Fructose, die u. a. für Übergewicht verantwortlich sein soll – deshalb besser nur sparsam verwenden.

Vegane Schokolade

Vegane Schokolade wird aus Soja- und Reismilch, statt Kuhmilch hergestellt (z. B. „Rice Milk vegane helle Schokolade“ von Rapunzel, in Reformhäusern und Bio-Läden).

Haferflocken

Haferflocken enthalten eigentlich kaum Gluten (Klebereiweiß), doch es gibt oft Verunreinigungen bei der Verarbeitung. Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie) sollten also besser kontrolliert glutenfreie Produkte nehmen (z. B. „Glutenfreie Haferflocken Kleinblatt“ von Bauckhof).

Natives Kokosöl

Natives Kokosöl wird in einem schonenden (Kalt-)Pressverfahren gewonnen und enthält keine sogenannten Trans-Fettsäuren – gut für den Cholesterinspiegel. Dezent im Geschmack, passt es zu Gebäck, aber auch zu asiatischen Gerichten. Nicht wundern: Es verflüssigt sich erst ab einer Temperatur von ca. 24 Grad (z. B. „Kokosöl nativ“ von Bio Planète, in Bio-Läden und Reformhäusern).

Keksmehl

Keksmehl wie „Kuchen und Kekse – Mix C“ von Dr. Schär kann bei Gluten-Unverträglichkeit normales Mehl im 1:1-Mengenverhältnis ersetzen.

Mandel- oder Cashew-Mus

Beide Mus-Sorten bestehen zu 100 % aus den jeweiligen (gemahlenen) Nusskernen. Sie eignen sich nicht nur für die vegane Weihnachtsbäckerei, sondern auch wunderbar als Grundlage für Smoothies, Eiscreme oder Soßen.

Rohes Kakaopulver

Rohes Kakaopulver wird bei der Herstellung nicht über 40 Grad erhitzt und enthält auffallend viele Mineralstoffe wie Magnesium. Durch seinen intensiven Geschmack ist es eine großartige Backzutat. Rohe Schokoprodukte mit einem hohen Kakaoanteil von mindestens 70 % sind übrigens immer die gesündere Alternative. Verglichen mit herkömmlichem Kakaopulver ist es jedoch recht teuer (z. B. „Rohes Bio Kakaopulver“ von lifefood, 150 g ca. 9 Euro, erhältlich z. B. in Bio-Läden).

 

Webseite:

http://www.brigitte.de

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Tiramisu-Rezepte für ein „dolce vita“

Hausgemachtes Tiramisu ist das beste Rezept für alle, die in Erinnerungen an den letzten Italienurlaub schwelgen wollen – und für alle Tiramisu-Fans.

Was schmeckt mehr nach „dolce vita“ als Tiramisu? Das bekannte italienische Dessert stammt aus Venetien, hat heute aber Fans auf der ganzen Welt. Bekannt ist es aber schon seit dem Mittelalter. Das erste Mal wurde der Begriff „Tiramisù“ (italienisch für „Zieh mich hoch“) übrigens 1970 in Treviso gebraucht.

Für das klassische Tiramisu-Rezept werden Löffelbiskuit und Mascarpone-Creme abwechselnd geschichtet. Die Löffelbiskuits werden in kaltem Espresso getränkt. Oft wird der Espresso auch noch mit alkoholischen Getränken wie Marsala-Wein, Amaretto oder Weinbrand gemischt. Natürlich gibt es auch alkoholfreie Varianten von Tiramisu.

Ganz wichtig: Wenn das Tiramisu fertig geschichtet ist, muss es für mehrere Stunden in den Kühlschrank. Denn dadurch wird das Tiramisu erst fest. Bevor das Dessert serviert wird, noch die letzte Cremeschicht mit Kakaopulver auf das gekühlte Tiramisu auftragen. Ob klassisch, schnell, frühlingshaft mit Erdbeeren, kalorienarm mit Äpfeln, mit oder ohne Alkohol oder sogar herzhaft: Das Team der BRIGITTE-Küche kennt für die besten Rezepte für Tiramisu.

Tiramisu-Rezepte – von Tiramisu ohne Alkohol bis Erdbeertiramisu

Tiramisu mit Kaffeelikör

Wenn wir schon nicht nach Italien in den Urlaub fahren können, dann holen wir uns das italienische Lebensgefühl einfach nach Hause. Dieses Tiramisu bringt Ihnen „La dolce vita“ in die eigenen vier Wände. Zum Rezept: Tiramisu mit Kaffeelikör

Tiramisu „light“

Als Dessert ist Tiramisu oft zu wuchtig. In unserer Schlank-Version heißt es: Mascarpone adé und erfrischendes Apfelkompott unter die Quark-Frischkäse-Haube. Und weil es ohne Alkohol ist, ist das Rezept auch für Kinder geeignet. Zum Rezept: Tiramisu „light“

Rhabarber-Tiramisu

Wir haben das Tiramisu frühlingsfein gemacht: mit den knusprigen Mandelkeksen Cantuccini und dem beglückend süß-sauren Duo Mascarponecreme und Rhabarber. Zum Rezept: Rhabarber-Tiramisu

Trüffel-Tiramisu

Für Fans von Trüffel gibt es diese köstliche Tiramisu-Variante mit Marsala-Wein. Und die für Tiramisu klassischen Löffelbiskuits dürfen natürlich auch nicht fehlen. Zum Rezept: Trüffel-Tiramisu

Glutenfreies Tiramisu

Ohne Löffelbiskuit kein Tiramisu? Von wegen! In diesem glutenfreien Rezept kommen Maisstärke und gemahlene Mandeln zum Einsatz. Zum Rezept: Glutenfreies Tiramisu

Erdbeer-Tiramisu

Wir lieben Tiramisu – und wir lieben Erdbeeren! Da lag die Idee nahe, unsere beiden Favoriten zu einem Dessert zu vereinen. Das Ergebnis: unwiderstehlich. Zum Rezept: Erdbeer-Tiramisu

Spekulatius-Tiramisu

Zur Weihnachtszeit ein Spekulatius-Tiramisu: Damit überraschen Sie Ihre Adventsgäste und machen Spekulatius damit zu einem köstlichen Dessert. Zum Rezept: Spekulatius-Tiramisu

Herzhaftes Tiramisu

Wer sagt denn, Tiramisu ist immer süß? Dieses Rezept beweist jedenfalls, dass es auch mal herzhaft sein darf. Zum Rezept: Herzhaftes Tiramisu

Original italienisches Tiramisu – das beste Rezept

Das perfekte Tiramisu ist cremig, aber nicht matschig. Rike Dittloff zeigt Schritt für Schritt im Video, wie das Rezept gelingt – ein Hoch auf den Klassiker!

Zutaten für 4 Portionen Tiramisu

150 Gramm Zucker
6 frische Eigelb
450 Gramm Mascarpone
2 Esslöffel Amaretto
150 Milliliter Espresso
220 Gramm Löffelbiskuits
Kakaopulver zum Bestäuben

Tiramisu zubereiten – Schritt für Schritt erklärt

1. Schlagen Sie Eigelbe und Zucker drei bis vier Minuten cremig. Achtung: Die Eier müssen frisch sein!
2. Heben Sie nun die Mascarpone unter die Zucker-Eimasse.
3. Gießen Sie den Amaretto in den Espresso, tunken Sie einige Löffelbiskuits kurz hinein und schichten Sie sie dann in die Form. Verfahren Sie so, bis der Boden der Form bedeckt ist.
4. Streichen Sie einen Teil der Mascarponecreme über die Löffelbiskuits. Tunken Sie weitere Löffelbiskuits kurz in die Espresso- Amarettomischung, legen Sie sie auf die Mascarponecreme und bestreichen sie wiederum mit Mascarponecreme.
5. Lassen Sie das Tiramisu drei bis vier Stunden im Kühlschrank durchziehen.
6. Holen Sie das Tiramisu kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank und bestäuben es mit Kakao.

Statt Amaretto mit Espresso können Sie zum Beispiel auch Kakao verwenden.

fertig in 10 Minuten – plus 4 Stunden Ruhezeit

Website:

http://www.brigitte.de/rezepte/

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Vorlesen hat positive Wirkung auf die Entwicklung von Kindern

Eine Studie zeigt, dass regelmäßiges Vorlesen Kindern Vorteile bringt. Vorlesen unterstützt die persönliche Entwicklung eines Kindes, die Eltern-Kind-Beziehung wird gestärkt, die Kinder sind in der Schule erfolgreicher und ihr soziales Empfinden und Verhalten wird positiv beeinflusst. Vorlesen ist eine Investition für Leben!

Die Vorlesestudie ist ein Projekt, das seit 2007 jährlich gemeinsam von der „Stiftung Lesen“, der „Deutsche Bahn Stiftung“ und der Wochenzeitung „Die Zeit“ durchgeführt wird. Mit wechselnden Themen wird das Vorleseverhalten in Deutschland erforscht und ausgewertet.
Es wurden für die Vorlesestudie 2015 vom Feldinstitut Iconkids & Youth 524 acht- bis zwölfjährige Kinder und ihre Mütter persönlich befragt. Die Untersuchung ist somit maßgebend für Familien und Kinder im Vorlesealter.

 

Vorlesen und Erfolg in der Schule hängen zusammen

Die Ergebnisse der Vorlesestudie, welche am 09.11.2015 von den Initiatoren und der Studienleiterin in Berlin vorgestellt wurden, brachten zum Vorschein, dass rund 70 Prozent der acht- bis zwölfjährigen Kinder aller Bildungsschichten, denen täglich vorgelesen wurde, im Fach Deutsch eine gute oder sogar sehr gute Note hatten. Auch in anderen Fächern wie Sachkunde/Biologie und Kunst oder in Mathematik und der ersten Fremdsprache haben sie besser abgeschnitten als gleichaltrige Kinder, denen wenig oder gar nicht vorgelesen wird.

Auch über die schulischen Leistungen und das Wohlbefinden in der Schule wurden die Mütter und Kinder befragt. Ihren Angaben zufolge gehen 83 Prozent der Kinder, denen täglich vorgelesen wird, sehr gerne in die Schule. Bei den wöchentlich belesenen Kindern sind es 67 Prozent und von den Kindern, denen nicht vorgelesen wird nur 43 Prozent.
Gute Leistungen in der Schule wurden von 84 Prozent der Mütter bestätigt, die ihren Kindern täglich vorlesen. Von den weniger belesenen Kindern sind 63 Prozent und von den Kindern, denen niemand vorliest gerade noch 32 Prozent gute Schüler …unabhängig vom Bildungshintergrund der Familien.

Die Leiterin des Institus für Lese- und Medienforschung Simone Ehmig teilte mit: „Tägliches Vorlesen unterstützt Kinder auch dann in ihrer Entwicklung, wenn die Eltern kein Abitur und keinen Hochschulabschluss haben. Jeder Vater und jede Mutter sollte diese Möglichkeit nutzen, um das eigene Kind zu fördern.“

Vorlesen fördert soziale Kompetenz bei Kindern

Bei Kindern, deren Eltern ihnen regelmäßig vorlesen, ist der allgemeine Gerechtigkeitssinn besonders ausgeprägt und sie sind häufiger darum bemüht, andere in die Gemeinschaft zu integrieren. Vorlese-Kinder werden öfter als fröhlich und selbstbewusst beschrieben und sie sind für andere da, wenn es denen nicht gut geht. Sie teilen mit anderen Kindern und sie können Geheimnisse für sich behalten.
Diese Erkenntnis war für Antje Neubauer von der Deutschen Bahn Stiftung der Anlass, um die Wichtigkeit des Vorlesens zu verdeutlichen. Sie teilte mit: „Diese Kinder sind zupackend und aktiv. Sie haben die Chance, sich zu starken Persönlichkeiten zu entwickeln. Sie sind eher bereit, in ihrem späteren Berufsleben Verantwortung zu übernehmen und kreativ Dinge voranzubringen.“

Die Bekanntgabe der Ergebnisse der Vorlesestudie 2015 wurde von den Initiatoren auch genutzt, um zur Teilnahme am 12. Bundesweiten Vorlesetag aufzurufen, der dieses Jahr am 20. November stattfindet 

 

zum Artikel:

www.vorname.com/ratgeber/entwicklung/

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Haus und Garten winter­fest machen: Sicher vor Eis und Schnee

Akkus schützen

Rasenroboter und immer mehr andere Garten­werk­zeuge funk­tionieren kabellos. Damit sich die Akkus im Früh­jahr problemlos wieder laden lassen, müssen sie frost­frei und sicher über­wintern. Vorher am besten noch einmal gemäß Anleitung laden. Die Akkus dann separat lagern – also weder in der Lade­station noch im Gerät. So beugen Sie Tief­entladung vor. Das gilt auch für andere selten genutzte Akkus.

Rost vermeiden

Hecken- und Astscheren und andere Gartengeräte können leiden, wenn sie starken Temperatur­schwankungen und Feuchtig­keit ausgesetzt sind. Deshalb auch sie möglichst bald an einem trockenen, frostsicheren Ort unterbringen. Vorher gut säubern, Scharniere und Gelenke mit einem Tropfen Öl schmieren.

Bersten verhindern

Wenn Wasser sich beim Gefrieren ausdehnt, entwickelt Eis eine enorme Spreng­kraft. Frei­stehende Wasser­behälter, Eimer und Kannen sollten Sie daher recht­zeitig entleeren und auf den Kopf stellen, damit sie sich bei Regen nicht erneut füllen. Lassen Sie auch aus außen angebrachten Armaturen und Bewässerungs­leitungen das Wasser ab.

Pflanzgefäße retten

Blumentöpfe aus Ton erweisen sich oft als weniger frostsicher als erhofft. Vorsorglich an einem trockenen Ort bei Plusgraden über­wintern lassen.

Wasser abfließen lassen

Kontrollieren Sie über­all, ob Regen und schmelzender Schnee rund ums Haus gut abfließen. Sonst können böse Wasser­schäden die Folge sein. Säubern Sie Regen­rinnen und Fall­rohre. Heben Sie auch die Abdeck­gitter von Boden­abläufen hoch, damit Sie Sand und Laub leicht entfernen können. Reinigen Sie auch die Abfluss­siebe. Falls das Abdeck­gitter klemmt: Einfach einen stabilen Draht hindurch­fädeln und daran ziehen.

 

Link zum Artikel:

www.test.de/Haus-und-Garten-winterfest-machen-Sicher-vor-Eis-und-Schnee-4933377-0

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10 Gründe, warum wir Sandwiches lieben

  • 1. … weil sie sich mit fast allem zubereiten lassen

    „Heute gibt es Sandwiches!“ Heißt übersetzt: Heute machen wir Resteverwertung! Alles, was der Kühlschrank hergibt, kommt zwischen zwei Brotscheiben. Denn das Gute an Sandwiches ist, dass man immer Zutaten da hat, um sie zuzubereiten.

  • 2. … weil man sie zu jeder Tageszeit essen kann

    Sandwiches gehen immer. Der Beweis: 7 Uhr morgens, Zeit zum Frühstücken. Schnell soll es gehen und Kraft für den Tag geben. Was bietet sich da besser an als ein Sandwich? 13 Uhr mittags. Kartoffeln gab es gestern schon, Nudeln gibt es morgen. Und wenn man unterwegs ist und wenig Zeit für ein ausgedehntes Mittagessen hat, macht man sich morgens ein leckeres Sandwich, das man zur Not auch zwischendurch am Schreibtisch essen kann. 19 Uhr abends. Kein großer Hunger und keine große Lust auf etwas Schweres. Wie wär’s mit einem Sandwich mit viel Salat und frischen Zutaten als Belag?

  • 3. … weil sie sich so gut mitnehmen lassen

    „Bitte nicht schubsen, ich habe ein superleckeres Sandwich im Rucksack!“ denkt man sich, wenn man in der U-Bahn steht. Verpackt in eine Brotdose ist es der perfekte Begleiter für einen langen Tag. Und nicht nur zur Arbeit lässt es sich gut mitnehmen – auch beim Picknick, auf dem Spielplatz oder auf der langen Autofahrt zu Oma und Opa ist es nicht zu toppen. Außerdem schmeckt es noch viel besser, wenn die Soße ein wenig durchgezogen ist.

  • 4. … weil sie praktisch nebenbei zu essen sind

    Ein weiterer Grund, Sandwiches zu lieben: Wenn man sich geschickt anstellt, sind sie sehr leicht zu essen. Sie schmieren (fast) nicht, man braucht keinen Teller und man muss nur eine Hand benutzen. Wenn man sich geschickt anstellt …

  • 5. … weil sie gesund sind

    Ach, Sandwiches sind auch nur Fast Food. Falsch! Es ist so einfach, eine gesunde, eine vegetarische oder sogar eine vegane Variante zuzubereiten. Man braucht nur die passenden Zutaten. Und wenn es um die Kreativität der Zutaten geht, sind einem bei Sandwiches glücklicherweise keine Grenzen gesetzt.

  • 6. … weil man den Herd nicht anschmeißen muss

    Heute bleibt die Küche kalt. Zu viel zu tun, um sich an den Herd zu stellen? Etwas Einfaches und Schnelles muss her. Ein Sandwich ist im Handumdrehen gemacht.

  • 7. … weil sie auch warm sehr gut schmecken

    Nicht, dass wir uns falsch verstehen: So ein belegtes Brot muss nicht zwangsweise kalt gegessen werden. Warm schmeckt es genauso gut. Hach, Sandwiches sind so vielseitig.

  • 8. … weil sie sowohl Vorspeise, Hauptspeise als auch Beilage und Nachtisch sein können

    Sandwiches sind vielseitig. Sie können als kleiner Appetizer vorweg gemacht werden, üppig belegt passen sie auch als Hauptgericht und etwas kleiner als Beilage zur Suppe. Und als Ice-Cream-Sandwiches können sie sogar das Beste von allem sein: das Dessert.

  • 9. … weil sie sowohl Klein als auch Groß schmecken

    Es steht schon wieder ein Kindergeburtstag bevor? Und die Wahl der Snacks ist immer noch nicht getroffen? Keine Panik. Denn alle Kinder lieben Sandwiches. Und Onkel Jürgens Fünfzigster? Da sollte man doch auch etwas für das Büffet mitbringen … Auch hier eignen sich die bunten Brote perfekt. Mit ein paar besonderen Zutaten machen sie sich richtig gut neben den ganzen Kartoffelsalaten.

  • 10. … weil sie so variabel sind

    „Heute habe ich Lust auf Italienisch. Oder Chinesisch, das hatte ich auch ewig nicht mehr.“ Darf es auch ein Sandwich sein? Belegt mit Entenbrust und einer süß-sauren Soße hat es etwas Chinesisches, mit Tomate und Mozzarella ist es italienisch. Man kann es nicht anders sagen: Sandwiches können einfach alles.

 

Original-Artikel:

www.brigitte.de/

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Privatunterkünfte: Die Hoteliers haben Airbnb völlig unterschätzt

Das Geschäftsmodell des Branchen-Pioniers Airbnb war im Jahr 2007 aus einer persönlichen Erfahrung der beiden Gründer Joe Gebbia und Brian Chesky entstanden. Sie boten während einer großen Designmesse in San Francisco – Hotelzimmer sind dann chronisch knapp und teuer – ihre Wohnung als Übernachtungsmöglichkeit für Messegäste an (sie benötigten schlichtweg Geld, um ihre Miete bezahlen zu können). Die ersten drei Gästen waren Michael, Kat und Amol.

Schnell stellte sich heraus, dass eine ganze Menge Leute nach alternativen Unterkünften suchen. Mit einer Luftmatratze (engl. airbed) und einem selbst gemachten Frühstück (engl. breakfast) fing dieses ganz private Bed & Breakfast an, und formte den Firmennamen Airbnb.

Allein im vergangenen Jahr haben mehr 30 Millionen Gäste in Airbnb-Unterkünften übernachtet. Kein Wunder, dass das Geschäftsmodell international vielfach kopiert worden ist.

Die „Welt“ sprach mit Professor Stephan Gerhard, Gründer und Geschäftsführer der Treugast Solutions Group (einem Beratungsunternehmen für Hotellerie, Gastronomie und Touristik), über das Phänomen Airbnb, die Auswirkungen in der Touristikbranche und die Versäumnisse der deutschen Hotellerie.

Die Welt: Im Englischen umreißt man die Millionen Privatunterkünfte, die man übers Internet direkt beim Vermieter bucht, mit „short term online rental“. Die Marken lauten Airbnb, Wimdu, 9flats, Gloveler, Houstrip, VRBO, HomeAway oder FlipKey. Die Touristikbranche spricht von Parahotellerie, virtueller Hotellerie, fragmentierter Hotellerie oder Graumarkt. Viele Namen für ein neues Phänomen, oder?

Prof. Stephan Gerhard: Der Oberbegriff für das alles heißt inzwischen tatsächlich Airbnb, nicht nur in der Tourismusbranche. Auch die Leute draußen meinen das. Die sagen nicht „wir gehen in ein privates Zimmer“, die sagen „wir buchen über Airbnb“ – egal über wen sie tatsächlich buchen. Das ist schon eine treibende Marke geworden.

Die Welt: Die Rekordnacht in der erst achtjährigen Geschichte des Vorreiters Airbnb war der 8. August 2015, als beinahe eine Million Gäste bei Airbnb-Gastgebern in aller Welt übernachteten. Das ist eine Größenordnung, die doch der klassischen Hotellerie zu denken geben müsste, oder?

 

Gerhard: Als wir vor nun mehr vier Jahren die deutschen Hotels mit dem Phänomen Airbnb konfrontierten, sagten einige zu mir, dass sei ja völliger Blödsinn. Es ist aber kein Blödsinn, es ist jetzt eine richtige Nummer und es gibt auch den Bedarf. Sonst würde es auch nicht funktionieren. Es ist ein Markt, der auch in Verbindung mit Serviced Apartments und Long Stay oder „authentisch irgendwo unterkommen“ einen Gesamtmarkt bildet, der nicht von der Hand zu weisen ist. Aber es ist ein diffuses Bild, genaue Zahlen für Deutschland gibt es nicht. Berlin ist hierzulande die Hochburg, mit rund 15.000 Objekten, die dem Wohnungsmarkt entzogen wurden, wie es im Amtsdeutsch heißt. Airbnb beziffert sein Angebot in Berlin mit rund 17.300 Unterkünften. Wobei man einschränkend erklären muss, dass eine Unterkunft bei Airbnb ja nicht zwangsläufig eine ganze Wohnung ist, die das ganze Jahr über vermietet wird, sondern gegebenenfalls auch nur ein Zimmer ist, das sporadisch angeboten wird.

Die Welt: Das heißt, Airbnb und Co. sind eine ernstzunehmende Größe für Hotels geworden?

Gerhard: Die Hotellerie hat an Boden verloren. Der Dehoga (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband, d. Red.) versucht rechtlich einzudämmen, wo etwas einzudämmen ist, einfach man kein probates Gegenmittel im Marketing hat.

Die Welt: Wie viel hat denn die deutsche Hotellerie denn an Boden verloren?

Gerhard: Realistisch sind es zwischen zehn und 15 Prozent, die tatsächlich am Hotelmarkt vorbeigehen, also von Reisenden, die sonst ins Hotel gehen würden, wenn es Airbnb und Co. nicht gäbe.

Die Welt: Und die deutsche Hotellerie schaut einfach nur zu?

Gerhard: Die Hoteliers haben das Thema vor drei, vier Jahren völlig unterschätzt. Sie haben nicht gesehen, dass man ihnen Geschäft wegnimmt. Das Denken war: Ferienwohnungen gab es schon immer – allerdings am Strand, auf dem Land, in den Bergen. Sie haben das Thema verkannt und drei Jahre lang nur geschaut, wie sie das rechtlich in den Griff kriegen könnten und sich nicht darum gekümmert, wie man das konzeptionell in den Griff bekommen könnte.

Die Welt: Die Diskussion entzündet sich schnell beim Thema „illegale Vermietung“. Es geht um Steuern, die nicht abgeführt werden, um den Brandschutz, der nicht installiert ist. Wie bekommt man da Klarheit rein?

Gerhard: Das wird reguliert fertig aus. Über das Thema Brandschutz kann man die schwarzen Schafe aushebeln. In London und New York wurde bereits rigoros reguliert. Es gibt dann nur die beiden Möglichkeiten: Du musst es gewerblich machen mit allem, was dazugehört, oder eben rein privat und nur ab und zu. Wir haben ja in der Hotellerie auch überhaupt nichts gegen Privatzimmervermietung. Aber es muss gewerblich sein, abgesichert sein, versichert sein – also die gleichen Auflagen haben wie die Hotels. Es muss betrachtet werden wie ein Beherbergungsbetrieb. Dann ist alles gut. Niemand ist gegen Wettbewerb.

Die Welt: Was heißt das für den deutschen Markt?

Gerhard: In Deutschland wird die Regulierung kommen, zumindest in Städten in denen es relevant ist. In den nächsten ein bis zwei Jahren wird das meines Erachtens durchgezogen sein. Aber das Phänomen Airbnb ist damit ja nicht weg, es geht nur darum, dass Unterkünfte verfügbar sind, wo es korrekt zugeht. In Berlin laufen bereits einige Aktionen. Alles, was nicht gemeldet ist, wird überprüft. Es gibt zum Beispiel auch Blindbuchungen und man schaut in die Angebote und fragt nach: Sind die Auflagen erfüllt, ist es gewerblich angemeldet. Und auch die Anbieter selbst tun ja etwas, beispielsweise im Hinblick Versicherung, um das auch vergleichbarer zu machen für den Buchenden.

Die Welt: Wird Airbnb nur als Bedrohung oder auch als Chance begriffen?

Gerhard: Der Status momentan aus Sicht der Hotels: Glasklar, nur Bedrohung. Es wird nicht als Chance erkannt. Aber es gibt einige, die arbeiten daran, dass man diese erzwungene Chance auch ergreift.

Die Welt: Wie darf man sich das vorstellen?

Gerhard: Gerade in den Airbnb-Unterkünften sind die Leute, die in den kleinen Hotels besser bedient werden können von einem Gastgeber, einem Unternehmer, als einem Kasten mit 200 Zimmern. Die Mittelständler, die es ja viel mehr betrifft als die Großen, beobachten nicht nur das Airbnb-Konzept , die entwickeln bereits Gegenkonzepte. Die großen Ketten hingegen entwickeln einfach weitere Häuser und haben ihre Vertriebssysteme. Die deutsche Privathotellerie jedoch schaut sich das inzwischen ganz genau an und versucht Antworten zu geben. Und das machen sie, in dem sie sagen „wir sind der Schlüssel zur Stadt, wenn du zu uns kommst, bekommst du eine persönliche Ansprache, ein authentisches Zimmer und wir erzählen dir auch, wo in der Stadt wirklich was los ist“.

Aus dem Griechischen kommend, steht das Wolkenkuckucksheim (Nephelokokkygia) heute für eine Utopie ohne Bodenhaftung – und das trifft ziemlich genau auf die drei transparenten Hotelzimmerkapseln zu, die in 1200 Meter Höhe an einer vertikalen Felswand im peruanischen Urubamba Valley nahe der Stadt Cuzco kleben. Die Bodenhaftung verlieren potenzielle Gäste der „Natura Vive Skylodge“ schon bei der Anreise: Nicht nur, dass sie ihr knapp 20 Quadratmeter großes Domizil von oben, durch eine Dachluke, besteigen müssen …

 

… auch der Weg dahin auf der „Via Ferrata“, wie die künstliche Steiganlage in Peru genannt wird, ist ziemlich abgehoben und nichts für Weicheier. Denn über 1400 in den Fels eingelassene Eisensprossen und sechs Stahlseile, die als Brücken zwischen einzeln stehenden Bergen fungieren, müssen sich die Gäste zu den futuristischen Wohnkapseln aus Luftfahrt-Aluminium und wetterfestem Polycarbonat vorkämpfen, assistiert von zwei Guides.

 

Die beschwerliche Anreise zu Fuß ist mühsam, aber beabsichtigt und Teil des Konzepts: Die „Natura Vive Skylodge“ setzt auf Umweltschutz und will kein Vorbild sein für massentaugliche „Bergnester“. Entsprechend niedrig ist die Zahl der Gäste, die überhaupt fit genug sind, eine zweistündige Klettertour in Bergsteigermontur zu überstehen, um dann eine Nacht lang mit Schwindelanfällen zu kämpfen, ehe es nach dem Frühstück per Zipline von der „Skylodge“ in Schussfahrt zurück ins Tal geht. Wenig Bodenhaftung hat auch der Übernachtungspreis – der liegt bei stolzen 300 Euro pro Nacht.

 

 

Wobei Ito auch technisch visionär ist: Mit schräg in den Bau eingebauten Zylindern stabilisierte der Japaner etwa die Mediatheque im japanischen Sendai – erfolgreich, 2011 überstand sie ein schweres Erdbeben. Dieses Problem hat Barcelona nicht, und so konnte Ito das „Porta Fira“ geometrisch äußerst komplex gestalten und mit einer Glasfassade versehen, vor der eine markante Konstruktion aus roten Aluminiumröhren hängt.

 

Die Welt: Welche Hausaufgaben würden Sie denn den Hotels aufgeben?

Gerhard: Man müsste die Bedürfnisse der Gäste, die über Airbnb buchen, besser erkennen und im eigenen Hotel umsetzen. Also Authentizität des Hotels, der Schlüssel zur Stadt, das Flair und – hier könnte man besonders gut punkten: die persönliche Betreuung. Airbnb ist sehr persönlich, weil man in eine Wohnung kommt, aber Menschen trifft man hier eigentlich nicht. Das ist im Hotel anders. Das Hotel kann einem Gast, der alleine reist, Menschen und andere Gäste bieten. In der Wohnung trifft man seinen Gastgeber womöglich nur einmal zur Schlüsselübergabe. Doch diese Gastgeberrolle haben die Hotels immer stärker reduziert, um Geld zu sparen. Es ist eine ganz große Chance speziell für die Privathotellerie, diese im Grunde alte Rolle das Gastgebers herauszustellen.

Die Welt: Umgekehrt wird gerade das Airbnb-Marktumfeld immer professioneller. Zahlreiche Start-ups haben sich gegründet, um Aufgaben wie Begrüßung, Reinigung, Befüllen des Kühlschranks, Bezahlen von Steuern und Versicherungen zu übernehmen. Verliert damit die ursprüngliche Idee vom kostengünstigen, authentischen und einzigartigen Aufenthalt mit Anschluss an die „local community“ nicht ihren besonderen Reiz und stirbt einen schleichenden Tod?

Gerhard: Ich denke nicht. Diese Kommerzialisierung von Privatvermietungen läuft oft im Hintergrund, ist die Technik hinter dem trotzdem noch authentischen Angebot. Gut gemacht entsteht so eigentlich eine neue Art von Hotelbetreibern, die gar kein Hotel haben. Und für den Gast hat das sicherlich den Vorteil, dass die Basisleistungen wie „sauber, versichert, Bett bezogen“ gesichert sind.

 

URL der Quelle:

http://www.welt.de

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Insel Ischia in Italien: Wandern für Warmduscher

Der Ischia-Urlaub beginnt schon auf dem Sonnendeck der Fähre: Die Silhouette von Neapel, geprägt von Castel Nuovo und Castel dell’Ovo, verschwindet langsam am Horizont, der Vesuv zeigt sich mit seinem charakteristischen Doppelgipfel. Später tauchen die Landspitze von Capo Miseno und Procida – Ischias kleiner Schwesterinsel – auf. Nach nur 45 Minuten steuert der Kapitän sein Schiff zielsicher ins kreisrunde Hafenbecken von Ischia Porto.

Zahlreiche Taxifahrer umwerben die ankommenden Passagiere. Mit dreirädrigen Gefährten, perfekt für die Fahrten auf den schmalen Straßen der Insel geeignet, befördern sie die Gäste zu ihren Quartieren.

„Das war auch schon Ende der Fünfzigerjahre so“, sagt Antonio di Meglio. Damals steckte der Tourismus noch in den Kinderschuhen, erzählt der heute 80-Jährige. „Ich habe schnell gelernt, dass man mit Touristen mehr Geld verdienen kann als mit den Weinbergen, die meine Eltern bewirtschafteten“, erklärt er.

Zunächst sei er nur mit dem Taxi unterwegs gewesen, am Anfang sogar ohne Lizenz. Später habe er Gäste, die eine Unterkunft suchten, im Wohnhaus der Eltern einquartiert. „Viele Besucher wollten die Insel kennenlernen – also habe ich auch noch Inselrundfahrten für sie gemacht und ihnen die schönsten Ecken gezeigt“, sagt di Meglio.

Heiße Quellen erhitzen das Meer

Di Meglio baute ein eigenes kleines Gästehaus, schon bald aber wuchs ihm die Arbeit über den Kopf. Eine Frau aus Deutschland wäre perfekt fürs Geschäft, dachte er. Und dann stand eines Tages Brunhilde aus Hagen am Hafen und wartete auf ein Taxi.

„Als ich sie sah, wusste ich sofort, das ist genau die Frau, die ich suche. Natürlich war auch Liebe im Spiel“, sagt er und lacht. Heute führen die beiden Kinder Andrea und Giovangiuseppe die zum Mittelklassehotel gewachsene Herberge weiter.

„Die meisten Gäste kommen immer noch zum Badeurlaub“, sagt Tochter Andrea. Schließlich böten die zahllosen heißen Thermalquellen fast das ganze Jahr über die Möglichkeit, in natürlich warmem Wasser zu baden.

In der Bucht von Sorgeto zum Beispiel ist das Meer durch die heißen Fumarolen, kleine Öffnungen im Vulkangestein, so warm, dass man selbst im Winter in warmes Wasser eintauchen kann. Am Strand von Carta Romana schwimmt man mit Blick auf das Castello Aragonese, und auch dort sorgen heiße Quellen für traumhafte Badetemperaturen.

Doch gerade Besucher aus Deutschland haben Ischia auch als Wanderziel entdeckt. „Ischia ist eine grüne, durch vulkanische Aktivitäten geprägte Insel“, sagt Andrea di Meglio. Sie bietet wöchentlich mehrere Wandertouren für Gäste an, die durch Weinberge und schattige Wälder führen und immer wieder großartige Ausblicke auf das im Sonnenlicht blau glänzende Mittelmeer bieten.

Der Wanderklassiker: der Gipfel des Epomeo

Eine der schönsten Touren beginnt in Ischia Ponte. Zwar hat sich auch das einstige Fischerdorf auf den Tourismus eingestellt, aber die engen Gassen mit alten Häusern und verwitterten Fassaden haben bis heute viel Charme.

Überragt wird der kleine Ort vom mächtigen Kastell der Aragoneser. Der Burgkomplex thront auf einer vorgelagerten Felsinsel und ist stolzes Symbol der wechselhaften Inselgeschichte. Das etwas höher gelegene Dörfchen Campagnano bietet nach rund 20 Minuten Wanderung den wohl schönsten Blick auf das Kastell.

Nach einer weiteren halben Stunde taucht Torri di Campagnano auf. Nur noch wenige alte Bauernhäuser sind im winzigen Dorf bewohnt. Das Panorama ist postkartentauglich – und der Blick reicht bis hinüber zum benachbarten Capri.

Unterwegs erzählt Andrea die Meglio viel über die Flora der Insel. Sie ist froh, dass die Bauern wieder die lange vernachlässigten Weinberge kultivieren: „Die Arbeit in den steilen Hanglagen ist beschwerlich, aber es lohnt sich. Immer mehr Gäste möchten regionale Produkte probieren, da darf Wein nicht fehlen.“

Ein Klassiker bei den Wanderungen ist der Aufstieg zum Gipfel des Epomeo. Mit 789 Metern ist der Vulkankegel Ischias höchster Berg. Gestartet wird in Forio Monterone. Der Weg führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft hinauf bis zur Einsiedelei Santa Maria del Monte. Danach passieren die Wanderer einen Akazienhain, um dann den letzten steilen Streckenabschnitt in Angriff zu nehmen.

Die Mühen des Aufstiegs werden mit einem fantastischen Rundumblick belohnt. Wer mag, stärkt sich im Bergrestaurant für den Abstieg. „Frühaufsteher können hier oben auf dem Gipfel ein besonders stimmungsvolles Schauspiel erleben“, erzählt Andrea di Meglio: „Dann taucht die aufgehende Sonne unsere Insel in ein unvergleichlich schönes Licht.“

Zur Internetseite:

http://www.spiegel.de/reise/europa/ischia-wandern-fuer-warmduscher-a-1053195.html

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Wildpilze sammeln und zubereiten: Tipps für den unbe­schwerten Genuss

Feucht und warm mögen es Pilze am liebsten: Die Saison hat bereits begonnen. Steinpilze, Pfifferlinge und Morcheln geben ein Fest in der Küche. Wer selbst im Wald auf Pilz-Pirsch gehen will, braucht aber nicht nur Finderglück. Das Special Wildpilze zeigt, was es beim Sammeln alles zu beachten gilt und gibt Tipps für den unbe­schwerten Genuss.

Pilze – die aromatischen Leicht­gewichte

Pilze sind extrem kalorien­arm: 100 Gramm haben durch­schnitt­lich 10 bis 20 Kilokalorien. Sie bestehen zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Ihr Fett­gehalt liegt unter einem Prozent, ihr Eiweiß­anteil bei zwei bis vier Prozent. Viele Pilze liefern größere Mengen an Vitaminen der B-Gruppe, vor allem Vitamin B1 und B2, einige sind außerdem eine gute Vitamin-D-Quelle. Was Mineralstoffe angeht, liefern Pilze insbesondere Kalium und Phosphor. Der Gehalt an anderen Mineralstoffen oder Vitaminen ist eher gering. Pilze tragen aber zur Versorgung mit Ballast­stoffen bei und enthalten teil­weise gesund­heits­fördernde Eiweiß­bausteine. Kurz: Alles in allem sind Pilze ein gesundes und wert­volles Nahrungs­mittel.

Nicht mehr als 250 Gramm pro Woche

Essbare Wildpilze sind herr­lich aromatisch. Doch Wildpilze können – im Vergleich zu anderen Pflanzen – relativ hohe Mengen an Schwer­metallen aus dem Boden aufnehmen und im Frucht­körper anreichern. Das gilt vor allem für Kadmium und Queck­silber. Zuviel Kadmium schädigt Leber und Nieren, zuviel Queck­silber kann das Nerven­system beein­trächtigen. Die Konzentration im Pilzkörper kann vier- bis fünf­mal höher sein als im Wald­boden. Erwachsenen wird deshalb empfohlen, nicht mehr als 200 bis 250 Gramm Wildpilze pro Woche zu essen. Schwangere, Stillende und Klein­kinder sollten ganz auf Wildpilze verzichten. Pilze aus Zucht hingehen weisen in der Regel keine deutlich erhöhten Schwer­metalle auf. Allerdings können nicht alle Pilze gezüchtet werden. Pfifferling und Steinpilz zum Beispiel wachsen nur wild.

Sammeln nur für den Eigenbedarf

Pilze leben in einem engen Verhältnis zu Bäumen und Wald­flächen. Über­mäßiges Sammeln von Wildpilzen stört das sensible ökologische Gleichgewicht. Einige Pilze stehen sogar unter Arten­schutz. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, diese Arten zu sammeln. Ausnahmen ermöglicht die Bundesartenschutzverordnung: Steinpilz, Pfifferling, Schweins­ohr, Brätling, Birkenpilz, Rotkappe und Morchel sind zwar besonders geschützt, dürfen aber in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden. Das gilt auch für die nicht besonders geschützten Pilzarten. Eine Höchst­menge ist nicht einheitlich geregelt. Erlaubt sind in einigen Regionen Deutsch­lands maximal bis zu zwei Kilogramm pro Person am Tag, manchmal auch nur ein Kilogramm. Im Zweifel kann man sich an das jeweilige Forst­amt wenden. Für andere besonders geschützte Arten, zum Beispiel Königs- und Sommerröhr­ling oder Kaiserling, gibt es keine Ausnahme. Sie dürfen über­haupt nicht gesammelt werden. Das gilt auch für Trüffeln. Der Grünling steht ebenso ausnahms­los unter Arten­schutz. Er gehört aber auch noch aus einem anderen Grund nicht in den Sammelkorb: Denn nach seinem Verzehr kann es bei bestimmten empfindlichen Personen zu Zerfall und Abbau von Muskel­zellen kommen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät deshalb vom Verzehr des Grünlings ab.

Vorsicht Doppelgänger!

Die wichtigste Regel beim Sammeln lautet: Hände weg von Pilzen, die Sie nicht sicher bestimmen können. Ob ein Pilz giftig ist oder nicht, sieht man ihm nicht an. Zudem besteht bei einigen Sorten auch Verwechs­lungs­gefahr mit giftigen oder zumindest unver­träglichen Doppelgängern. Der Anis- oder Schafs-Champignon etwa kann von ungeübten Samm­lern leicht mit dem giftigen weißen Knollenblätterpilz verwechselt werden. Bei Unsicherheiten sollten Pilz­freunde ihre gesammelten Pilze vom Fachmann auf Essbarkeit prüfen lassen. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e. V. führt eine Liste geprüfter Pilzsach­verständiger.

Tipp: Ausführ­liche Porträts aller wichtigen Früchte, Pilze und Kräuter, die man am Wegesrand findet, bietet das Buch „Essen aus der Natur“ der Stiftung Warentest. Dazu gibt es viele Tipps zum Sammeln und Halt­barmachen, Sammel­zeitkalender und leckere Rezept­ideen.

Link zum Artikel:

www.test.de/

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Fotostrecke: 11 Lebensmittel, die sich lange halten

Manche Lebensmittel verderben schnell, andere halten sich fast ewig. 11 Lebensmittel, die sich richtig lange halten – und die ihr bedenkenlos aufbewahren könnt.

Honig

Honig hält sich sehr lange, kann aber auch verderben, wenn er nicht richtig gelagert wird. Honig deswegen immer fest verschließen, kühl und trocken lagern. Wenn Flüssigkeit oder andere Fremdstoffe in den Honig gelangen, kann dieser schneller verderben. Honig muss seit dem 1. August 2004 mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden. „Honig ist im Allgemeinen bei sachgerechter Lagerung (kühl, trocken, dunkel) über mehrere Jahre haltbar“, schreibt der Deutsche Imkerbund e.V. auf seiner Seite.

Zucker

Auch Zucker kann – wie Salz – nicht schlecht werden. Denn Lebensmittel verderben durch Bakterien und Mikroorganismen – und die brauchen Sauerstoff und „ungebundenes Wasser“, wie es die Experten von „Wissen macht Ah!“ erklären. „Zucker enthält aber kein ungebundenes Wasser. Bakterien kommen natürlich auch auf Zucker vor – aber sie verdursten und sterben und können sich so natürlich auch nicht vermehren.“

Salz

Salz braucht jeder im Haushalt. Die gute Nachricht: Es wird nie schlecht. Ausnahme ist jodiertes Speisesalz, das ein Mindesthaltbarkeitsdatum hat.

Tee

Tee hält sich ebenfalls sehr lange.

Weißweinessig

Destillierter Weißweinessig wird eigentlich nie schlecht. Auch hier gilt: fest verschließen, kühl und dunkel lagern. Vorsicht bei aromatisierten Essig-Sorten. Die haben einen geringeren Säuregehalt und können verderben. Außerdem kann das Aroma verfliegen. Deswegen gilt auch bei diesen Flüssigkeiten: Flasche immer gut verschließen.

Maisstärke

Wer Maisstärke fest verschlossen lagert, sodass keine Feuchtigkeit eindringen kann, kann sich sehr lange über seinen Vorrat freuen. Denn auch Maisstärke gehört zu den Lebensmitteln, die sich richtig lange halten.

Ahornsirup

Ahornsirup gehört ebenfalls zu den Lebensmitteln, die so gut wie ewig haltbar sind – vorausgesetzt er wird richtig gelagert. Wer ihn im Kühlschrank aufbewahrt, kann sich lange drüber freuen.

Nudeln

Nudeln haben zwar ein Mindesthaltbarkeitsdatum, sind aber praktisch ewig haltbar. Denn wie bei Salz und Zucker können Bakterien auch bei diesen Trockenprodukten kaum überleben.

Reis

Dasselbe gilt für Reis. Ausnahme: Vollkornreis. Er enthält noch den Keimling mit Fett im Kern. Und das kann ranzig werden.

Konserven

Theoretisch halten sich Konserven auch weit über das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Konsistenz, Farbe und auch der Geschmack können sich allerdings verändern, ohne dass der Inhalt tatsächlich verdorben ist. Vorsicht ist geboten, wenn Konserven Dellen oder Löcher aufweisen und Fremdstoffe in die Konserve gelangen konnten. Solche Konserven lieber entsorgen.

Schnaps

Ob Schnaps nun ein Lebensmittel ist, darüber lässt sich streiten. Als Genussmittel wird Schnaps normalerweise aber eher selten getrunken. Da freut man sich über die gute Nachricht, das Schnaps quasi nie schlecht wird und auch das Aroma nicht so schnell verfliegt.

 

Erstmals erschienen auf:

http://www.brigitte.de/rezepte/koch-trends

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Zuckerfreie Brownies backen – mit dieser Zutat

Hand aufs Herz: Wir alle lieben Kuchen und Naschkram und können selten widerstehen, wenn die Kollegin selbstgebackenen Kuchen mit ins Büro bringt. Und wer Schokolade liebt, wird an saftigen Brownies nicht vorbeigehen können …

Es gibt aber gute Nachrichten für Brownie-Junkies: Man kann die leckeren Küchlein auch ohne Zucker backen – und sie damit gleich ein bisschen gesünder machen. Für absoluten Genuss ohne schlechtes Gewissen!

Das braucht ihr für zuckerfreie Brownies:

  • 250 g Kidneybohnen
  • 100 ml Milch
  • 80g Vollkornmehl
  • 2 EL Backkakao
  • 1 EL Backpulver
  • 2 Eier
  • Früchte nach Bedarf (damit die Brownies noch saftiger werden)

So backt ihr zuckerfreie Brownies:

1. Kidneybohnen und Milch in eine Schüssel geben und mit einem Pürierstab pürieren.

2. Vollkornmehl, Backkakao und Backpulver in einer Schüssel mixen.

3. Eier und das Bohnenpüree zugeben und alles zu einem glatten Teig vermengen.

4. Nach Belieben Früchte wie Kirschen, Pfirsiche, Mandarinen oder Himbeeren dazugeben.

5. Im Ofen bei 180 Grad für etwa 30 bis 40 Minuten backen.

6. Fertig!

Schoko-Bohnen-Kuchen mit Kirschkompott

Schoko-BOHNEN-Kuchen?! Auch wenn es erstmal komisch klingt: Ja, ihr habt richtig gelesen – und gemeint sind nicht etwa Schokoladenbohnen. Weiße Bohnenkerne machen diesen Schokokuchen wunderbar saftig. Unsere Schoko-Bohnen-Kuchen-Variante ist zwar mir Zucker gemacht, aber wer keine Angst vor Zucker hat, wird diesen Kuchen lieben. Unser Tipp: Der Kuchen kann schon am Vortag gebacken werden, dann zieht er noch etwas durch. Dazu gibt’s Kirschkompott, das wir mit Roséwein kochen. Zum Rezept: Schoko-Bohnen-Kuchen mit Kirschkompott

Glutenfreie Brownies mit schwarzen Bohnen und Avocado:

Monique liebt Kochen und Backen und teilt auf ihrem Blog „Ambitious Kitchen“ kreative Rezepte für Kuchen und Co. – und kombiniert für ihre Kreationen nicht selten ungewöhnliche Zutaten. Viele ihrer Rezepte sind glutenfrei und vegan und sollen zu einer gesunden Ernährungsweise beitragen.

Ihre Brownies kommen ganz ohne Mehl aus und sind stattdessen mit Avocado und schwarzen Bohnen gemacht – komplett glutenfrei und vegan. Zum Rezept bei Ambitious Kitchen

 

Hier der Link dazu:

www.brigitte.de/rezepte

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Die Lüge vom Richtigen

Mr. Right, wo versteckst du dich? Viele Frauen suchen verzweifelt ihren Traummann. Dabei ist schon der Versuch, den Richtigen zu finden, der falsche Weg zum Liebesglück.

 

Es gibt gefühlt hunderte Regalmeter mit Liebes-Ratgebern. Sie tragen Titel wie „Von der Kunst, den Richtigen zu finden“ oder „Dieses Mal klappt es aber wirklich – echt jetzt: Wie sie Mr. Right erobern und halten“ (ok, der war erfunden). Frauen lesen diese Bücher.

Warum? Weil sich von Kleinmädchenzeiten an ein Gedanke tief ins kollektive Frauen-Bewusstsein eingebrannt hat: Dass er irgendwo da draußen ist. Unter all den Bindungsphobikern, Womanizern, Fröschen und Machos. Der eine Mann, der nur für uns geschaffen ist. Der Einzige. Der Richtige.

Das Versprechen: Wer ihn findet, wird glücklich. Für immer selbstredend – mit weniger geben wir selbstbewussten, emanzipierten Frauen von heute uns nicht zufrieden. Die Idee vom Richtigen unterstellt ganz nebenbei, dass man alle Verantwortung für sein Liebesglück abgeben kann. Wenn es nicht klappt, war es halt einfach der Falsche.

Auch der Richtige ist kein perfekter Mensch

Interessanterweise kann aus einem anfangs Richtigen ganz schnell der Falsche werden. Denn auf die Hochphase der Verliebtheit folgt irgendwann zwangsläufig die Desillusionierung. Eine schmerzhafte Zeit, wenn man erkennen muss: Dem Anderen wachsen auf dem Rücken überraschenderweise doch Haare statt Engelsschwingen. Er geht unverschämterweise auch eigenen Interessen nach. Man hat ihn sogar schon einmal mies gelaunt erlebt, verdammt!

Jetzt zeigt es sich, ob wir uns nur in ein idealisiertes Bild vom Anderen verliebt haben oder ob wir akzeptieren, dass auch der Richtige kein perfekter Mensch ist.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei die erste „Liebesbeziehung“ unseres Lebens – die zu unseren Eltern, so die Paartherapeutin Sandra Konrad in ihrem neuen Buch „Liebe machen – Wie Beziehungen wirklich gelingen“. Heißt: Wir fühlen uns zu Typen hingezogen, die so humorvoll sind wie unser Vater. Aber auch andersherum wirkt diese Projektion. Er sollte auf keinen Fall so herrisch sein wie unsere Mutter.

Zu hohe Erwartungen

All diese Dinge sind uns nicht bewusst. Dennoch können sie weitreichende Folgen haben, denn: „Wir versuchen unser Leben lang, alte Wunden zu versorgen – und das gelingt nur mit Menschen, die an ihnen rühren“, so Sandra Konrad. Kurz gesagt: Was man von Vater und Mutter nicht genug bekam, soll dann der Traummann ausbügeln. „Wir hoffen auf ein Happy End“ – mit dem Richtigen.

Das Ergebnis ist bekannt: Viele Frauen stecken in einer nicht enden wollenden Wiederholungsschleife von Ver- und Entlieben. Sie werden zu so genannten seriellen Monogamisten. Bei jedem neuen Mann hoffen sie, dass es dieses Mal der Richtige ist.

Paartherapeutin Konrad hat darauf eine so einfache wie überzeugende Antwort: Den einen Richtigen gibt es nicht, es gibt viele potentiell Richtige. „Idealerweise können wir mit unserem Partner wachsen“, sagt Sandra Konrad. Das heißt auch: Ihm Schwächen zugestehen und ihn nicht zu einem unrealistischen Traummann idealisieren, der in jeder Situation immer alles richtig macht.

 

Original-Artikel:

http://www.brigitte.de/liebe/beziehung/

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Rezept des Monats: Spargelsalat mit Spinat und Ei

Zutaten für 4 Portionen:

Für den Salat:

  • 1 kg weißer Spargel
  • 1 Zitrone, halbiert
  • Salz, Zucker
  • 1 EL Butter
  • 500 g grüner Spargel
  • 4 Eier
  • 200 g Baby-Blatt­spinat
  • 50 g Brunnenkresse (alternativ Portulak)
  • 1 Bund gemischte Kräuter

Für das Dressing:

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • 1 EL Himbeerpüree
  • 2–3 EL Spargelsud
  • 1 TL milder Senf
  • Saft und Zesten einer 1/2 Zitrone
  • Salz, grober Pfeffer

Zubereitung

Schritt 1: In einem großen Topf zwei Liter Wasser aufsetzen. Die zwei Zitronenhälften, Butter, Salz und Zucker dazu­geben.

Schritt 2: Den weißen Spargel schälen, die Enden groß­zügig abschneiden. Stangen beiseite­stellen. Die Enden und Schalen für den Spargelsud ins heiße Wasser geben, alles für etwa 25 Minuten ziehen lassen.

Schritt 3: Spinatblätter, Kresse und die Kräuter einzeln waschen. Den Spinat in eine große Schüssel geben, die Kresse unter­mischen. Die Kräuter entstielen, grob zerrupfen und ebenfalls unter­mischen.

Schritt 4: Die Eier in einem Topf mit kaltem (!) Wasser aufsetzen. Zirka acht Minuten lang kochen lassen.

Schritt 5: Spargelsud sieben und in einem Topf mit breitem Boden auffangen. Weißen Spargel darin eine Viertel­stunde biss­fest garziehen lassen. Enden des grünen Spargels abschneiden, Stangen waschen, nach der Hälfte der Zieh­zeit hinzufügen.

Schritt 6: Alle Dressing-Zutaten zu einer glatten Soße verrühren. Den Salat vorsichtig mit dem Dressing vermischen.

Schritt 7: Den Spargel auf der Tellermitte anrichten. Etwas Salat und die geschälten, geviertelten Eier darauf verteilen.

Tipps

1. Spargel sollte nie in kochendem Wasser zubereitet werden – sonst verwässert er, verliert sein Aroma und schmeckt bitter.

2. Damit das Spargelschälen nicht zur Qual wird, braucht es einen guten scharfen Sparschäler. Grüner Spargel muss nicht geschält werden.

3. Als Kräuter für den Salat bieten sich Petersilie, Kerbel, Basilikum, Schnitt­lauch und Dill an. Als Beilage zum Salat kommt frisches oder geröstetes Brot infrage. Mit Pell­kartoffeln wird aus der Vorspeise im Hand­umdrehen ein Haupt­gang.

4. Sie mögen Spargel am liebsten mit einer cremigen Sauce Hollandaise? Im Rezept Sauce hollandaise klassisch & light finden Sie eine klassische Variante mit Weiß­wein und viel Butter sowie eine Light­variante mit Jogurt.

5. Den Spargelsud sollten Sie nicht wegschütten – sondern als Basis für eine aromatische Spargel­suppe nutzen.

Nähr­werte pro Portion:

  • Eiweiß: 13 g
  • Fett: 13 g
  • Kohlenhydrate:15 g
  • Ballast­stoffe: 6 g
  • Kilo­joule/Kilokalorien: 991/236
  • Gelesen auf:

https://www.test.de

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Mexiko: Schon mal mit einem Walhai geschnorchelt?

Es ist ein einzigartiges Spektakel, das sich in den Sommermonaten vor der Küste der mexikanischen Halbinsel Cancún abspielt: Jeden Morgen steigen Hunderte hungriger Walhaie hoch zur Wasseroberfläche, um Nahrung zu suchen. Gleichzeitig machen sich Hunderte von Touristen in mehr als 200 Booten auf den Weg zu den Fressplätzen vor den Inseln Isla Holbox, Isla Contoy und Isla Mujeres. Dort springen sie mit Schnorchelausrüstung zu den Tieren ins Wasser – mit noch unbekannten Folgen für die Meeresfauna.

Das Seegebiet zwischen dem Golf von Mexiko und der Karibik ist nach Angaben des mexikanischen Meeresbiologen Francesco Molina einer der reichsten Fressplätze des Meeres weltweit. Hier gelangen riesige Planktonmengen aus den kalten Regionen des Atlantiks an die Oberfläche und gedeihen dort prächtig. Und so kommen alle, um zu fressen: Sardinen, Thunfische, Marline, Delfine, Haie, Mantarochen – und eben die Walhaie.

Den Walhai-Tourismus in Mexiko gibt es erst seit wenigen Jahren. „Die Fischer wussten schon seit Langem von den Walhaien, aber sie haben sie nicht gefangen“, sagt ein Pionier des Hai-Tourismus von der Isla Mujeres, Nacho Peon. „Denn sie orientierten sich an ihnen, um ihre Netze auszuwerfen. Sie wussten, wo die Haie sind, da gibt es Plankton und viele andere Fische.“

Paradiesische Zustände

Zu finden sind die Haie leicht, weil ihre Rücken- und Schwanzflossen aus dem Wasser ragen. Im Jahr 2002 fuhren die ersten Boote mit Touristen zu den Walhaien nördlich der Inseln Holbox und Contoy an der Nordspitze Yucatáns. Es waren paradiesische Zustände mit drei oder vier Booten und maximal 40 Gästen täglich. Heute sind es mehr als 200 Boote und bis zu 2300 Touristen.

 

 

Die Zeiten, in denen mehr oder weniger professionelle Taucher mit sich und den Haien allein waren, sind vorbei. An einem guten Tag bringen die Touren einen Umsatz von bis zu 400.000 US-Dollar. Nach Angaben des Umweltministeriums sind im Walhaigeschäft bisher 750 direkte Arbeitsplätze entstanden.

Die Fahrten zu den „Dominos“ – so nennen die Fischer die Walhaie wegen der Punkte auf dem Rücken – sind zu einer der großen Attraktionen in der mexikanischen Karibik geworden. Eigentlich sind die Walhaie, die bis zu 16 Meter lang werden können, Einzelgänger. Sie leben in tropischen Meeren rund um den Globus und ernähren sich hauptsächlich von Plankton und Fischeiern. In anderen Weltgegenden werden sie mit Futter angelockt, damit die Touristen einzelne Exemplare zu sehen bekommen. In Cancún ist das nicht nötig.

Auswirkungen des Tourismus

Hier, wo sich die Gewässer des Golfs von Mexiko und der Karibik mischen, tummeln sich die Walhaie von Mai bis September. Der Biologe Rafael de la Parra hat im August 2009 bei einem Überflug an einem einzigen Tag 420 Exemplare gezählt. „Es ist die größte Ansammlung, die weltweit je gesichtet wurde“, sagt er. Die größte Anzahl an Mantarochen, die er dort antraf, lag bei 350. Gleichzeitig weiß de la Parra um die Auswirkungen des Tourismus: „Es sind zu viele Boote, die die Haie stören.“ An manchen Tagen werden sie von Schwimmern regelrecht bedrängt.

„Die Fische sind gutmütig, von einzelnen Schnorchlern lassen sie sich nicht von der Nahrungsaufnahme abhalten“, sagt der Fachmann. „Im Grunde sind sie gigantische Ansaugmaschinen, die die winzigen Planktonteilchen filtern.“ Wenn man die Tiere aber berührt oder wenn sie von einem Boot angestoßen würden, tauchten sie ab. Dadurch könne die Nahrungsaufnahme unterbrochen werden.

„Eine unzureichende Ernährung vermindert die Fähigkeit der Tiere, zu wachsen und sich zu vermehren“, sagt Francisco Remolina, ehemaliger Direktor des Nationalparks Isla Contoy, in dem sich das Schwimmen mit den Walhaien abspielt. „Dadurch werden beide Spezies, Walhaie und Riesenrochen, in ihrem Bestand gefährdet.“

Verhaltensregeln auf dem Meer

Die mexikanischen Behörden denken darüber nach, wie die touristischen Aktivitäten so organisiert werden können, dass die Tierwelt im Meer möglichst keinen Schaden nimmt, die Fischer ihr Auskommen haben und die Touristikindustrie gute Geschäfte macht. „Das ist die Herausforderung“, sagt Mari Carmen García Rivas, die Direktorin des Nationalparks Isla Contoy.

Weniger Lizenzen, Boote und Schwimmer sowie eine strikte Einhaltung der Verhaltensregeln auf dem offenen Meer – darauf laufen die Überlegungen hinaus. „Wenn die maximale Zahl an Reservierungen erreicht ist, wird die Liste geschlossen“, sagte García. Sie hofft, dass sich das auch durchsetzen lässt.

Remolina, ihr Vorgänger, hat seine Zweifel, weil die Lizenzen von verschiedenen Institutionen vergeben werden. „Und das Problem ist, dass die Entscheider in Mexiko-Stadt sitzen.“ Der Staat trage eine große Verantwortung. „Wenn wir es nicht schaffen, die Tiere zu schützen und mit ihnen das einzigartige Ökosystem, das wäre eine Schande von Weltmaßstab.“

 

Gelesen auf:

http://www.welt.de/reise/Fern/article141278969/Schon-mal-mit-einem-Walhai-geschnorchelt.html

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Route nationale 7: Im alten Opel Kapitän über die Route 66 Europas

Was ist aus der Landstraße, der alten Fernstraße geworden? Was aus den Wegen, auf denen die Reisenden nicht durch die abgeschirmte Welt sechsspuriger, kreuzungsfreier Autobahnen von einem Ende des Landes zum anderen geführt werden? Auf denen sie vielmehr mit ihrer Limousine mitten durchs Leben rollten, auf zwei Spuren mit Gegenverkehr, und immer mal entschleunigen mussten, auch stehen bleiben, wobei ihr Blick durch die Fenster in Wohnzimmer, Cafés oder Geschäfte fiel.

Bei heruntergekurbelten Scheiben zogen die wechselnden Gerüche, Geräusche und Temperaturen herein. Mehrere Tage auf engstem Raum unterwegs, Strapazen, plärrende Kinder – aber viele der Straßen durch Städte, Dörfer und Landschaften wurden verehrt, einige besungen, sie waren legendär, ihre Namen standen für Sehnsucht, Fernweh, für die schönsten Jahre des Autokults.

Die französische Antwort auf die amerikanische Route 66

Willkommen im Roadmovie, Einsteigen ins Jahr 1956, jedenfalls in ein Auto aus jenem Jahr. Mit einem alten Opel Kapitän geht es „in die Sonne, in die Freiheit“. So heißt das Buch des Autors Michael Kröher und des Fotografen Wolfgang Groeger-Meier, die uns darin, fast wie im Kino, ihre Reise auf so einer Straße vorführen. Auf der französischen Route Nationale 7, die Ikone für den Autoverkehr in Richtung Süden aus den 50er- und 60er-Jahren.

Ausgangspunkt: Paris. Endpunkt: Mittelmeer, kurz hinter Nizza bei Menton. Neben den sonnenhungrigen Touristen zogen Tramps, Hippies und Straßenmusiker entlang der Nationale 7 (RN 7) gen Süden. Auch Groeger-Meier war auf der Strecke einst zu Hause. Aufgewachsen in Paris sah er sie als Kind viele Jahre hintereinander, jeden Sommer vom Rücksitz des elterlichen Peugeot 404 aus, hin und zurück.

Die RN 7 ist ein Traum, liebevoll auch „Route Bleue“ genannt – blau wie das Meer und der Himmel an der Côte d’Azur. Sie war die französische Variante der amerikanischen Route 66. Doch mit dem Ausbau der mautpflichtigen Autobahnen verblasste ihr Ruhm. Heute schätzen Nostalgiker den Umweg, am stilvollsten im Oldtimer. Wer sie in unseren Tagen befahren will, muss allerdings historischen Straßenkarten folgen. Auf den neuen ist sie nicht mehr markiert, ihr offizieller Status ist passé.

Seit die Nationale 7 entwidmet wurde und die Zuständigkeit 1972 an die Departements ging, ist das Original auf vielen Etappen „verfälscht“, der Verkehr auf Umgehungsstraßen verlegt, auf vierspurige Schnellstraßen, oder gleich auf die Autobahn. Um so charmanter, inzwischen fast schon wieder naturbelassen, präsentiert sich die ursprüngliche Strecke. Und sie sind noch zu finden, die berühmtesten Etappen, die Rastplätze und Tankstellen, die Gasthäuser und berüchtigten Engpässe in den Orten, einst in der Hochsaison geplagt von stundenlange Staus.

Sie fahnden nach Zeugen aus der Zeit der Route nationale

Die ersten Kilometer der Strecke – Beginn ist vor der Kathedrale Notre Dame – verlieren sich noch im Straßengewirr des Pariser Zentrums. Hinaus geht es durch die Betonschluchten der Trabantenstädte. Von ihnen war damals noch nichts zu sehen, nichts zu ahnen von der explosiven sozialen Brisanz, die dort heute herrscht. Bei Orly steht am Straßenrand der Torso einer Concorde.

Dass der Traum vom Überschall-Passagierverkehr schon bald ausgeträumt sein würde, ahnte auch keiner in der Zeit, als die Pferdestärken unter der Haube immer mehr und die Pisten immer breiter wurden. Dann, hinter Fontainebleau, kommt das Gefühl der Landstraße auf, alte Alleen, von Buschwerk überwucherte Tankstellen, längst geschlossene Rasthäuser, angepriesen in den alten Reiseführer. Sie und die verwaschenen Reklamewände auf Häusern, mit Werbung für längst verschwundene Marken, zeugen von der einst so lebendigen Verkehrsader.

Anders als die Familienväter aus den Sechzigern und Siebzigern, die ihre Dauphine, R4 oder Simca Aronde nach Kräften prügelten, damit sie spätestens am zweiten Abend am Mittelmeer das Zelt aufschlagen konnten, lassen sich Kröher und Groeger-Meier Zeit, für sich, für den Leser, für ihren Kapitän. 1000 Kilometer in fünf Tagen, Spurensuche auf der Nationale 7.

Sie fahnden nach Zeugen aus der großen Zeit, Besitzer überlebender Werkstätten und Tankstellen etwa, die damals, zu Zeiten ihrer Väter, öfter zum Boxenstopp luden, weil die Ölwechsel noch alle 5000 Kilometer vorgeschrieben waren und allfällige Malaisen nervten, gerissene Bowdenzüge oder verdreckte Unterbrecherkontakte.

Die Autoren besuchen die Attraktionen der Durchgangsorte, an denen auch die Urlaubshungrigen, bei aller Eile, wenigstens beim ersten Mal kurz innehielten, die Brücke von Avignon, die römischen Amphitheater in Vienne und Orange. Sie treffen Menschen, die noch sehnsüchtig vom großen Durchgangsgeschäft in der Gastronomie und im Einzelhandel berichten können.

Wo die Ente endlich mal den Käfer abhängen konnte

Aber auch nach vorn denkende Bürgermeister, die entlang der heute ruhigeren Strecke sanften Tourismus aufbauen, und Wirte aus Sternerestaurants, die daran teilhaben wollen. Oder sie besuchen Häuser, die unmittelbar von der RN-7-Nostalgie zehren, wie das „Musée Mémoire de la Nationale 7“ in Piolenc, in dem die Kleinwagen alle stehen, die damals die Strecke bevölkerten.

Die Landschaften wechseln mit den Flusstälern, Île-de-France mit der Seine, Burgund und Zentralmassiv mit der Loire. Dann der Aufstieg zur westeuropäischen Wasserscheide zwischen Atlantik und Mittelmeer, zum Col du Pin-Bouchain auf immerhin 760 Meter über dem Meer, wo damals die 2CV-Ente endlich mal den etwas stärker motorisierten VW abhängen konnte. „Der Käfer ist eben doppelt so schwer und kann nicht so gut durch die Kurven schaukeln“, verteidigte sich dann der deutsche Papa am Volant in Richtung Rückbank.

Noch sind sie nicht überall verschwunden, die oben abgerundeten, rot-weißen Kilometersteine der Nationale 7 und all die anderen alten Wegmarken, gemalt, gegossen, gemauert, obwohl ihnen ihre offizielle Funktion genommen wurde. Irgendwann werden sie unter Denkmalschutz stehen. Beim Abstieg zur Rhône beginnt es, nach Mittelmeer zu riechen, hinunter geht es zu den Pinienwäldern, zu den Olivenbäumen, den Kräutern der Provence, den zirpenden Grillen, den warmen Abenden.

Das Auto der beiden Autoren, fast sechzig Jahre alt, ist denkbar passend. Ihr Kapitän, Oberklasse, sechs Zylinder, 75 PS, 140 Spitze, war vielleicht der schönste in der Modellreihe, die damals fast jährlich die Karosserie wechselte und dabei ansonsten meist nur amerikanischen Protz nachahmte. Der „56er“ nicht, zweifarbige Eleganz, freundliches Gesicht, zurückhaltende Proportionen.

Nun gut, Weißwandreifen hätten vielleicht gepasst, vor allem ein Autoradio. Dann nämlich hätten die Fahrer in den fünf Tagen daraus sicher irgendwann den Schlager von Charles Trenet aus dem Jahr 1959 über die Straße herausgeholt: „Man ist glücklich auf der Route Nationale 7“, sang Trenet damals, trällerte über die Olivenbäume am Straßenrand, den Himmel darüber und die Sonne im Herzen. Ein Hit. Es blieb nicht der einzige über die Kultstraße.

Warum die beiden Autoren nicht mit einem Citroën DS 19 oder Peugeot 404 unterwegs waren? Kröher sagt, sie hätten auf der Strecke, die heute von vielen französischen Nostalgikern in ihren einheimischen Oldtimern befahren wird, mit dem Kapitän ganz bewusst zeigen wollen, dass sie aus dem Ausland, aus Deutschland gekommen seien. Dabei dürfte das freundliche Gesicht auch damals auf der Nationale 7 kein unbekanntes gewesen sein. Der Kapitän, die Oberklassen-Limousine, war in den 50er-Jahren zeitweise der am drittmeisten verkaufte Autotyp in Deutschland, hinter dem VW Käfer und dem Opel Rekord, und zwei Drittel der Produktion gingen ins europäische Ausland.

Klassiker, zu denen die Highways niemals aufrücken werden

Beliebt war die Strecke sowieso auch bei Urlaubern in Deutschland, wo es an legendären Landstraßen eher mangelte. Wer hier nach dem Krieg in den Süden in die Ferien wollte, dem standen von Anfang an Autobahnen zur Verfügung, und die hatten noch nie Charme. Gab es je ein sehnsüchtiges Lied über die „Hafraba“, die Autobahn von den Hansestädten über Frankfurt nach Basel? Oder über Bundesstraßen wie die B 3, die zu Beginn wenigstens noch manche Lücke im vierspurigen Netz zweispurig schließen mussten?

Sie blieben ohne Glanz, nie wurde eine deutsche Fernstraße mit der Route 66 durch die USA verglichen, die Nationale 7 dagegen immer wieder. Erst vor Kurzem führte die „Washington Post“ in einer Reportage die Parallelität an. Auch der alte amerikanische Highway ist Kult, in einem Land, in dem die großen Roadmovies wie „Easy Rider“, „Paris, Texas“ oder „Wild at Heart“ eben die guten alten zweispurigen Straßen in Szene setzen, jene Klassiker, zu denen die Highways niemals aufrücken werden.

Kurz vor dem Ende der RN 7 schossen die Autoren noch ein Foto vom Hauptdarsteller, ihrem Kapitän, vor dem Schloss in Villefranche-sur-Mer, in dem die Rolling Stones Songs schrieben und Joints rauchten. Das war Anfang der Siebziger, als die Kultstraße zur Geschichte wurde. Wenige Kilometer später war auch damals Schluss, am Meer oberhalb von Menton. Hier stand – und steht immer noch – der letzte rot-weiße Kilometerstein, der das Ende markierte – und den Start zurück nach Paris.

Entdeckt auf:

http://www.welt.de/reise/nah/article141377201/

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